Anstoßen!

Anstoßen

Hallo liebe Wolke,
ich schon wieder?
Heute nur eine kurze Geschichte, aber eine, die mich vom Hocker haut, die die Löcher aus dem Käse fliegen lässt. Und so weiter. Seit ungefähr vier Stunden tanze ich eine innerliche Polka – oder was man sonst noch so tanzt, wenn man endlich, endlich, endlich etwas geschenkt bekommt, womit man fast nicht mehr gerechnet hat. Bitte hol doch mal ein Sektglas, denn ich muss mit dir anstoßen!

Zuckerbäcker

Die letzten Jahre, die habe ich nicht unbedingt beim Zuckerbäcker verbracht. Da stand an jeder Wegkreuzung so ein ganz riesig großes, blödes Schild: Verlieren? Bitte hier entlang! und ich bin immer brav gefolgt. Musste ich ja quasi, aber aufgeben, nein, das kam nie in Frage. Schon allein für mein kleines Leben nicht.
Ein paar Menschen, die hab ich kennengelernt, die haben eine ähnliche Geschichte wie ich und die haben irgendwann einfach den Selbstbewusstseinslöffel abgegeben, haben sich ergeben und tätowierten sich das Wort „Resignation“ auf den Unterarm.
Verstehen kann ich das schon, irgendwie zumindest, denn mit der Empathie bin ich blutsbrüderlich verwandt.
Nur: Tätowierungen mag ich für mich einfach nicht.

Drops gelutscht?

In den letzten Wochen, da hab ich allerdings schon darüber nachgedacht, welchen Drops ich denn überhaupt noch lutschen soll, um aus diesem Wust ein Wüstchen zu machen. Pläne habe ich ja immer schon ganz gern geschmiedet, auch wenn sie utopisch waren: „Nur nicht aufhören mit dem Organisieren, mit dem Planen, mit dem Weitermachen, Susanne! Eines schönen Tages wird das schon, da läuft Dir bestimmt etwas über den Weg, was auch immer es sein wird, aber es wird den Wegweiser wieder in die andere Richtung drehen!“

Kitsch?

Und heute ist mir tatsächlich etwas über den Weg gelaufen.
Herr H. und Frau K. sind mir über den Weg gelaufen – und ich ihnen. Obwohl wir uns fast nicht begegnet wären, denn sie haben meine Briefe an dich gelesen, liebe Wolke, und da standen ein paar Dinge drin, die das Berufsleben betreffen, und die vielleicht nicht unbedingt für mich sprechen. Gestern, zum Beispiel, da hab ich geweint, weil ich Tori Amos gehört habe und ich in dem Moment ein bisschen Angst vor meiner eigenen Courage, vor unserer Zukunft, hatte, und vielleicht weil mir manchmal einfach ein Arm zum Anlehnen fehlt.
Hört sich das nun ein bisschen kitschig an, liebe Wolke?
Ja, vielleicht. Wenn man so viel über sein Herz schreibt, dann bleibt das mit dem kleinen Kitsch wahrscheinlich nicht ganz aus.

Dreh doch mal!

Aber: Heute sind mir Herr H. und Frau K. über den Weg gelaufen.
Und soll ich dir was sagen?
Sie haben den Wegweiser in eine andere Richtung gedreht. Einfach so.
Weil man manchmal Menschen begegnet, die das können.
Die schaffen das, was man so lange probiert hat.
Und die schaffen noch etwas, mit einem einzigen Satz: Dass ich weiß, es war nicht umsonst. Vielleicht bin ich mit meinen neununddreißig Jahren nicht dort angekommen, wo es andere bereits längst sind, aber das Leben nimmt manchmal seltsame Wege. Und meins war ja schon immer ein bisschen schräg. Das gehört zu mir. Wäre es anders, wäre ich nicht die, die ich geworden bin. Ohne Tätowierung. Mit dem Glauben an sich selbst.

Anstoßen!

anstoßen auf den neuen job

Prickelnd!

Ein einziger Satz also, hat meinen Weg heute geändert:
Ich habe wieder eine Arbeit. Ich bin eingestellt. Ich darf arbeiten! Jobcenter Adieu! Ciao! Lebwohl! Adios!
Und ich habe das Gefühl, das wird sehr sehr sehr gut. Denn sonst würde ich jetzt nicht immer noch innerlich Polka tanzen und die Löcher aus dem Käse fliegen lassen. Für Richtungswechsler wie Frau K. und Herrn H. bin ich dankbar. Du ahnst nicht wie sehr!

Mein Vater, der sagte vorhin zu mir: „Ich war schon immer stolz auf dich. Aber jetzt bin ich es noch ein bisschen mehr!“
Und da hätte ich wieder weinen können, obwohl ich das doch nur so selten tue.

Und nun: Prost, meine Wolke!


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Kategorie Gesellschaft, Mama sein

Hallo, ich bin Susanne! Ich erzähle euch hier als alleinerziehende Mama einer etwas „anderen“ Vierjährigen von unserem, oft, schrägen Alltagswahnsinn. Und ich möchte euch zeigen, wie man vielleicht nicht alles, aber vieles, mit Humor sehen kann, damit das Leben ein bisschen leichter wird. Ab und zu schreibe ich auch über die Liebe, nicht nur weil "Patchwork" so ein toller Modebegriff ist. ;) Und seit Neuestem designe ich ein bisschen was für euch; für Blogger und Kinder - und mal schauen für wen noch. :) Ihr findet mich auch bei Facebook, Instagram oder Pinterest. Übrigens. Besucht mich doch mal dort. Würde mich freuen!

39 Kommentare

  1. Pingback: Einsteigerseminar: Wie werde ich eine gute Rabenmutter?

  2. Oh, wie wundervoll! Herzlichen Glückwunsch liebe Susanne!! Ich freue mich für Dich. Und ich wünsche Dir, dass es sehr, sehr gut wird! ❤

  3. Ooooh, was lese ich da?! Herzlichen Glückwunsch, liebe Susanne! Ich freue mich wahnsinnig doll für dich und mit dir! Und nun: Prost – auf dich! :-*

  4. Pingback: Hosenscheißer (Entwicklungsrückschritt & andere Katastrophen)

  5. Herzlichen Glückwunsch. Das ist ja ein ganz neues Leben, dass sich erwartet. Du kannst für dich persönlich wieder mehr Einsatz zeigen und im ganzen für euch beide besser da sein. Ihr könnt euch mehr gönnen und du wirst dich besser fühlen, eine riesige Sorge weniger plus Weg. Das freut mich für euch. Vergiss nicht die Vergangenheit abzuhaken und zuzuschließen, wie eine Tür, überstanden, kein zurück, weg damit. Und nach vorn schauen, einfach dein bestes geben, wie du es immer versuchst. lg

    • Liebe Kim,
      das ist wahnsinnig lieb von Dir, ich danke Dir sehr! Und eure Wünsche tun mir soooo gut. Du ahnst es nicht! <3

  6. Da stoße ich doch gerne mit Dir an! Wie schön sich doch manchmal alles fügt! Viel Glück Dir und liebe Grüße an Frau K. und Herrn H. Regine

    • Liebe Regine, ich danke Dir sehr – und ja, manchmal muss man einfach einen sehr langen Atem haben…! 😉
      Alles Liebe Dir!

  7. Liebe Susanne, zufällig bin ich auf deinen Blog gestoßen und ich freue mich immer, wenn ich etwas von dir lesen kann. Und nun die Sache mit dem Job: Herzlichen Glückwunsch dazu! Und noch dazu wünsche ich dir von Herzen, dass du nun wieder ein bisschen mehr Rosarot sehen kannst!

    Liebe Grüße, ich mache mal einen virtuellen Sekt dazu für dich auf! :o)

    Caro

    • Liebe Caro,
      oh, ich find’s ganz toll, dass Du die Wolke gefunden hast und ich danke Dir sehr! 🙂
      Der Sekt ist angekommen und ich hab liebend gern mit Dir angestoßen!
      Alles Liebe
      Susanne

  8. Einfach nur klasse. Ich wünsche Dir alles, alles Liebe. Mach‘ einfach so weiter. Bleib‘ einfach so wie Du bist! Denn Du und Dein kleines Leben, Ihr seid genau richtig so.

  9. Ich stoße mit dir und deiner Wolke an, freu mich für euch und bin gespannt, was da kommt…!!!
    Drück dir ganz fest die Daumen,
    herzlichst,
    Lilly 🙂

    • 🙂 Danke Dir sehr, liebe Katja!
      Irgendwann sind die sieben (bis fünfzehn) mageren Jahre dann hoffentlich & sogar für mich mal vorbei! 😉

  10. Süssfroschclub Familienblog

    Juhu, ich freue mich für dich und hoffe, trotzdem weiterhin von dir zu lesen 😉 Liebe Grüße Anja

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