Dibedibedab – Warum ich Kikaninchen hasse! (Der Fluch der Pups-Polka)

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Hallo liebe Wolke,
magst du Überraschungen?
Gestern stand ich im Bad, mit dem Putzlappen in der Hand, weil mich in den vergangenen Tagen der blöde Halsschmerz-Schüttelfrost-Virus in irgendein Geschöpf der Unterwelt verwandelt hatte, und unsere Wohnung deswegen annähernd, also bestimmt fast, wie nach einem Atomkrieg aussah.

Schrubben

Und also schrubbte ich so vor mich hin, um die gröbsten Schäden zu beseitigen, als ich im Flur ein seltsames Kramgeräusch hörte.

„Was machst du da?“
„Ich ziehe meine Gummistiefel an, Mama!“
„Warum?“
„Ich spiele Matschepampe!“, sprach mein kleines Leben und verschwand aus meinem Sichtfeld.

„Ach, süß“, dachte ich, und scheuerte weiter, weil sich mein kleines Leben wahrscheinlich gerade im Wohnzimmer als Peppa Wutz die „Mama putzt“-Wartezeit verkürzte.

Dibedibedab!

Peppa Wutz. Eine derjenigen Kindersendungen, die ich gerade noch gern mitschaue. Auch wenn am Ende meistens alle Schweine wie vom Blitz getroffen in die Matschepampe fallen und sich totlachen. LOL (grunz).

Wenn ich aber morgens um Viertel nach Sechs gezwungen werde, Kikaninchen einzuschalten, therapiert das nicht unbedingt meine Morgenmuffeligkeit; DIBEDIBEDAB.
Was soll das eigentlich, zum Teufel, heißen?
Kikaninchen, ein animierter blauer Hase ohne (erkennbares) Fell aus einer merkwürdigen Schnipselwelt entsprungen und ein dicklicher Mann, die gemeinsam zur Pups Polka einen Cowboydance abdancen.
Alter Falter. Ist das gruselig.

Und bei „Feuerwehrmann Sam“ gehe ich mir gern einen Kaffee kochen; diese 3-D Animationsfuzzis, die selbst meine geliebte Biene Maja in ein unförmiges Ding gemorpht haben, denen würde ich wirklich gern mal – wahrscheinlich aus persönlichen Nostalgiegründen – meine Meinung sagen. Tatütata die Feuerwehr, ich fahr im Segelboot.

Während ich beim Putzen über die Kindersendungen nachdachte, weil ich beim Putzen gut nachdenken kann, rissen mich plötzlich platschende Geräusche aus der Küche aus meinem Dibedibedab-Ohrwurm.
Pli Plo Platsch, ich mache gerne Quatsch. Hey!

Peppa Wutz

In der Küche hüpfte mein kleines Leben in der großen Wasserlache, die unsere Waschmaschine freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, um Peppa Wutz und die Matschepampe lebensecht nachspielen zu können.
Waschmaschine hinüber.

„Weißt du was? Ich mache dir ein bisschen Fernsehen an. Ich muss das jetzt mal ganz schnell hier sauber machen, ja?“
„Ja, gerne, Mama!“

Im Wohnzimmer starrten wir dann beide auf einen schwarzen Bildschirm.
Nicht Kikaninchen bei Nacht, und auch nicht Feuerwehrmann Sam, der sich durch ein verqualmtes Haus schlagen muss, nein:
Fernseher hinüber.

Stand der Dinge am 05.01.2017:
Waschmaschine und Fernseher tot.
Virus lebendig.
Wohnung immer noch Atomkrieg plus Tsunami.
Peppa Wutz „lol“t sich gerade in der Matschepampe.

Und ich sage mal: Dibedibedab, liebe Wolke!


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Kategorie Briefe an die Wolke, Kleinkind, Mama sein

Hallo, ich bin Susanne! Ich erzähle euch hier als alleinerziehende Mama einer etwas „anderen“ Vierjährigen von unserem, oft, schrägen Alltagswahnsinn. Und ich möchte euch zeigen, wie man vielleicht nicht alles, aber vieles, mit Humor sehen kann, damit das Leben ein bisschen leichter wird. Ab und zu schreibe ich auch über die Liebe, nicht nur weil „Patchwork“ so ein toller Modebegriff ist. ;)
Und seit Neuestem designe ich ein bisschen was für euch; für Blogger und Kinder – und mal schauen für wen noch. :)

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17 Kommentare

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  5. Ja!
    Furchtbar, was aus den Biene Majas geworden ist!
    Ja und furchtbar – die Waschmaschine kaputt, okay! Aber der Fernseher??!!! 😉
    Ich freue mich aber insgeheim auch immer darüber, sich jetzt ein neues Gerät kaufen zu müssen!
    Weiterhin gute Besserung, gutes Fernsehprogramm und saubere Wäsche!
    (bitte, wenn Du Dir eine neue Waschmaschine liefern lässt, entferne die Transportvorrichtungen! Unsere Neue musste viel Schelte einstecken, weil Sie beim Schleudern einfach nicht auf Ihren Platzt bleiben wollte, bis wir beschämt die Transportvorrichtungen entfernt haben. So peinlich!)

  6. Ich wollte als Kind immer „Anton der Opa“ hören und fragte meinen Vater immer. „Papa, wann kommt endlich wieder Anton der Opa.“ Papa: „Was denn für ein Anton der Opa? Ist das schon wieder so ne neue Kinderserie?“ „Anton der Oooopa!!“ Papa: „Meinst du etwa Phantom der Oper?“ „Jaaaa“

  7. Was für ein genialer Text 😀 Mach weiter so mit deiner tollen Schreibe. Von Kindern habe ich zwar noch keine Ahnung, weiß aber, dass meine Nichte immer nur „Ihre Musik“ hören will, wenn wir mal versuchen was für Erwachsene zu hören 😀
    Liebe Grüße

  8. Oha! Ich hatte mich schon gewundert.

    Das wird ja dann ein „Gipfelstürmen“!

    Hülfäää!!!

    Geht es Dir denn wenigstens etwas besser?

    Manno; und so etwas immer an Wochenenden…

  9. …Der geht aber auch noch weiter der Reim: „Ab bist Du noch lange nicht, sag mir erst, wie alt Du bist. “

    Und dann wird jedes Jahr weiter Reih um gezählt.

    Zum Glück brauchen wir das ja nicht mehr. 😉

    Mein Tag war recht ok und gut ist er geworden, als mein Sohn anrief. 🙂

    Und bei Dir? Etwas besser?

    Egal; erst einmal einen schönen und möglichst entspannten Abend.

    Herzlichst,
    Frank

  10. Guten Morgen.

    So kannst Du wahrscheinlich am Besten damit klarkommen; trotzdem…

    Dieses „Dib dab“ was Du nicht zuordnen kannst kommt von Abzählreimen, wo beim Zählen Reih um mit dem Finger auf die abgezählte Person gestupst wird. ich kenn´ das noch mit: „Ib dip dab und Du bist ab.“ Für jedes Wort wird auf jemand gestupst und der letzte der das „ab“ bekommt, scheidet aus dem Kreis aus. 😉

    Ich wünsch Dir für heute richtig gute Lösungen und Ideen und ganz wenig Stress.

    Liebe Grüße,
    Frank

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