Der Tag, an dem ich mein Kind nicht wollte. (Ungeplant schwanger.)

Ungeplant schwanger... ungeplant

Hallo liebe Wolke,
jetzt wird es persönlich, oder?
Das Internet, die Blogs, sind voll von Lebensbeichten. Sie sind voll von höchst intimen Geschichten; Geschichten, von denen man sagen würde, sie gehörten vielleicht besser in ein Tagebuch, das sonst niemand liest.
Aber dann wiederum denke ich, dass es gut ist zu wissen, man ist nicht allein.
Und deswegen erzähle ich dir heute von dem Tag, als ich mein kleines Leben nicht wollte, als ich ungeplant schwanger wurde.

Es war ein sonniger Tag, mitten im August. Ich weiß das Datum nicht mehr, aber ich weiß, dass ich mich schon seit Tagen seltsam fühlte.
Erst dachte ich, ich werde krank.
Dann dachte ich, ich bräuchte mal Urlaub.
Und zum Schluss dachte ich, ich sollte mir einen Schwangerschaftstest besorgen.
Das tat ich an diesem Augusttag.

Hibbeln?

Ich starrte auf den Test und nach noch nicht mal zehn Sekunden tauchte der zweite rosa Streifen auf. Ich starrte weiter und dachte, er würde wieder verschwinden, oh bitte, lieber Gott, lass ihn wieder verschwinden! Aber der zweite Streifen verschwand nicht. Er leuchtete im schönsten Pink.

In meiner romantischen Bridget Jones-Vorstellung verpackt man daraufhin kleine Babyschühchen und überreicht sie dem werdenden Vater bei einem Candlelightdinner mit einem glückseligen Lächeln.
Ich aber lebte nicht mit dem Vater meines kleinen Lebens zusammen, vielmehr trennte uns ein weiter Weg (sowohl räumlich als auch öfter emotional), unsere Beziehung war deswegen seit jeher schwierig, da gab es keinen Raum für Zusammenziehen, Heirat, und ganz sicher gab es keinen Raum für ein Kind. Ich ahnte sogar, was diese Nachricht auf der anderen Seite auslösen würde. (Und meine Ahnung sollte sich bestätigen.)

Jeder, der jetzt darauf hinweisen mag, dass es zu dem zweiten Teststreifen gar nicht erst hätte kommen müssen, dem sei gesagt, dass auch ich das dachte. Dass man ja „heutzutage“ ausschließen kann, dass das passiert.
Und nein, man kann es eben nicht ausschließen.
Offensichtlich bahnt sich das Leben auch heute noch einen Weg.
Trotz allem.

Schwanger…

Ich hielt den Teststreifen lange in der Hand.
Und starrte. Ich denke, ich habe nie im Leben so lange auf etwas gestarrt wie auf diesen Streifen. Meine Gedanken überschlugen sich und bündelten sich in einem: „Ich kann das nicht! Ich will das nicht!“ und „Oh Gott!“.
„Oh Gott!“ war das Hauptthema in meinen Gedanken. Bestimmt eine Stunde lang dachte ich nichts anderes als „OhGottohGottohGott“, völlig verrückt, und die Gedankenspirale wurde erst unterbrochen als mir speiübel wurde.

Ich will nicht schwanger sein, sagte ich laut vor mich hin als ich mich aufs Sofa gelegt hatte. Und dann dachte ich weiter, was denn die logische Konsequenz wäre: Abtreibung.
Und sofort begann das „OhGottohGottohGott“ wieder in meinem Kopf.
Nein, nein, nein, ich kann doch kein Leben töten, das geht doch nicht, aber schwanger sein will ich auch nicht, und wie soll das weitergehen und was bedeutet das denn überhaupt für mein Leben? Und und und.

Schuld

Wenn ich daran zurückdenke, wird es mir ganz elend im Herzen und im Bauch, dass ich überhaupt jemals darüber nachgedacht habe, meinem kleinen Leben nicht die Chance auf das Leben geben zu wollen. Vielleicht sind meine damaligen Lebensumstände eine kleine Entschuldigung, aber mit dem Schuldgedanken werde ich wohl oder übel bis zum Ende meines Lebens, das mir geschenkt wurde, über das niemand nachgedacht hat, es vorzeitig zu beenden, klarkommen müssen.

Am Abend dieses Augusttages hatte ich mich einigermaßen beruhigt. Das OhGottohGott war zwar nicht verschwunden, aber ich hatte lange Zeit auf meinem Balkon gesessen, hatte den Schwalben beim Fliegen zugesehen und mir gedacht, wie groß dieses Geschenk war, das mir das Leben gemacht hatte. Auch wenn ich nicht darum gebeten hatte.
Jemand, der keine Kinder hat, und von Kindern auch keine größere Ahnung hat, so wie ich damals, kann sich der Tragweite nicht bewusst sein, was es bedeutet, schwanger zu sein. Ein Kind neun Monate unter dem Herzen zu tragen. Und sein Kind auf die Welt zu bringen.

Schwangerschaft – Ein Wunder

Aber ich wusste, es ist ein Wunder.
Und ich habe, verdammt noch mal, darauf aufzupassen.
Also streichelte ich in dieser Augustnacht zum ersten Mal meinen Bauch, mit dem Wissen, das nun ein kleines Wesen darin wohnte, und sagte:
„Wir schaffen das schon, ich passe auf dich auf!“

Schwangerschaft stolz Kugel

Ich passe auf Dich auf!

Und das haben wir und das tun wir bis heute.
Wenn ich mich für irgendetwas in meinem Leben (bei wem auch immer) entschuldigen muss, dann für den Gedanken, den ich für ein paar Stunden, an einem einzigen Tag im August, hatte: Den Gedanken, mein kleines Leben nicht zu wollen.

Ja, liebe Wolke, ich bin sehr demütig geworden, was das Leben angeht.
Und ich empfinde so große Dankbarkeit für das, was mir geschenkt worden ist, und für das Leben und für die Liebe meiner kleinen Tochter.

Einen guten Flug, meine Wolke!


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Kategorie Achtsamkeit, Alleinerziehend, Briefe an die Wolke, Mama sein

Hallo, ich bin Susanne! Ich erzähle euch hier als alleinerziehende Mama einer etwas „anderen“ Vierjährigen von unserem, oft, schrägen Alltagswahnsinn. Und ich möchte euch zeigen, wie man vielleicht nicht alles, aber vieles, mit Humor sehen kann, damit das Leben ein bisschen leichter wird. Ab und zu schreibe ich auch über die Liebe, nicht nur weil „Patchwork“ so ein toller Modebegriff ist. ;)
Und seit Neuestem designe ich ein bisschen was für euch; für Blogger und Kinder – und mal schauen für wen noch. :)

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34 Kommentare

  1. Pingback: Ein Sesamkorn, das alles veränderte. – Hallo liebe Wolke

  2. Traurig

    Ich hatte leider nicht den Mut mein kleines Wunder zu behalten. 🙁
    Bis heute nagt die Schuld in meinem tiefsten Inneren.

  3. Liebe Susanne, meine Tochter ist nun 4 1/2 Monate alt und ich weiß den Tag noch ganz genau, als ich den Test machte! Ich habe drei Tage durchgehend geweint und ich habe fast die ganze Schwangerschaft über immer wieder Phasen gehabt, in denen ich am liebsten nicht schwanger gewesen wäre! Ich wusste bis zum Stichtag nicht, ob ich das Kind behalte! Und letztlich war es sogar einzig die Entscheidung GEGEN eine Abtreibung und nicht für das Kind, die mir das heute wertvollste in meinem Leben bescherte! Die Geburt war eine Katastrophe und sogar die ersten Tage, vielleicht auch Wochen, wünschte ich mir manchmal, das alles sei nie passiert! Du machst dir Vorwürfe wegen diesem einen Tag, an dem du gezweifelt hast; wie bitte soll ICH MIR denn dann jemals verzeihen können??? Ich liebe meine Kleine und versuche jeden Tag ihres Lebens DAS wieder gutzumachen… Und Texte wie dieser helfen mir tatsächlich, denn die meisten, wie auch ich, hüllen sich darüber lieber in Schweigen und du hast Recht: es tut gut, es raus zu lassen… Deshalb Danke!

    • Liebe Katrin,
      vielen Dank für Deine sehr persönlichen Zeilen. Ich finde es mutig, dass Du darüber sprichst und es zeigt mir, dass wir nicht allein waren mit unseren Gedanken. Und das tut ziemlich gut.
      Weißt Du, ich glaube, dass die Liebe zu unseren Kindern diese Gedanken wieder ausradiert, dafür muss man sich gar nicht so anstrengen, das passiert einfach von allein.
      Danke, dass Du die „Wolke“ gefunden hast!
      Alles Liebe für euch
      Susanne

  4. Jetzt sitze ich hier und weine, weil ich mich 1:1 wiedererkenne.
    Mein kleines Geschenk schläft gerade friedlich neben mir, ein Geschenk, dass ich an diesem ersten Tag nicht haben wollte.
    Dabei ist es das wunderbarste und wertvollste Geschenk, das ich jemals bekommen habe!
    Und nun schäme mich ganz furchtbar für diese Gedanken, die ich damals hatte, und die ich mich niemals trauen würde, so offen anzusprechen wie du es tust.
    Ein wundervoller, persönlicher Text – vielen Dank dafür und für das irgendwie tröstliche Gefühl, dass es nicht nur mir allein so erging!
    Liebe Grüße

    • Liebe An,
      Danke für Deine berührenden Worte!
      Und ja, die Erfahrung (das mit dem tröstlich sein) habe ich auch gemacht. Ich habe lange überlegt, ob ich es aufschreiben und veröffentlichen soll; eben auch, weil ich mich für meine Gedanken, die ich an diesem Tag hatte, schämte. Allerdings weiß ich heute, dass es damals nur eine Momentaufnahme war. Und sicher auch eine kurzfristige Überforderung.

      Und, weißt Du was? Ich glaube, man muss sich für diese Gedanken nicht schämen, weil sie auch was mit Verantwortungsbewusstsein zu tun haben.

      Alles Liebe für Dich!
      Susanne

  5. Ein ehrlicher Blogbeitrag der sicherlich der ein oder anderen Mama in einer ähnlichen Situation weiterhilft.
    Ich denke wir alle hegen manchmal Gedanken die wir im Nachhinein bereuen.Aber das finde ich menschlich und besser als wenn man Taten bereut.

    Liebe Grüße

  6. Über 22 Jahre ist es nun her — aber es war ziemlich ähnlich, von den Umständen her und vom Tumult in Kopf und Herz.
    Nach den ersten „Jetzt bricht meine Welt zusammen“ -gefühlen kam auch recht schnell. „Was kann das arme Wurm dafür, dass du nicht verhüten kannst “ dann „Wir zwei beiden gegen den Rest der Welt“ (die gar nicht sooo feindseelig war)und nach ein paar Wochen endlich „O wie geil ist das denn!“

    Nun studiert mein Baby schon. Und ich habe soviel Spaß am Leben mit Kindern bekommen, dass noch zwei Pflegekinder dazu gekommen sind. Und bei beiden ist kurz vor besiegeltem Einzug in mir die große Panik ausgebrochen „Oh Gottogott, WAS tust du da gerade.“

    Natürlich sind die drei, die drei größten Schätze meines Lebens, aber von meinem alten Ich haben sie wenig übergelassen, vor solch‘ einer Transformation Panik zu haben, zeugt von einem funktionierenden Gehirn.

  7. Danke für diesen Text und Deinen Mut, Susanne.

    Auch hier kannst Du wieder erfahren, dass Du nicht allein bist und kein Mensch (mit Herz) Dir deswegen Vorwürfe machen würde.
    Du musst diese Schuldgedanken auch nicht bis zu Deinem geschenkten Leben herumtragen. Lass sie am Wegrand liegen, dann läuft’s sich leichter. Einfacher gesagt, als getan?! Vielleicht, aber nicht unmöglich, oder?

    Auch wir, meine Frau und ich, waren sehr geschockt, als wir 5 Monate nach der Geburt unseres zweiten Kindes jenen pinken Streifen anstarren mussten. Meine Frau hat mich sogar 3 Mal in die Apotheke geschickt, um immer andere Tests zu holen. 🙂
    Sie musste damals wirklich erst einmal trauern, um ihre dritte Schwangerschaft akzeptieren zu können.

    Nun ist das Fehlen unseres zweiten Sohnes natürlich undenkbar. Aber es war auch eine harte Zeit, gerade für meine Frau, mit zwei Kleinkindern im Abstand von 13 Monaten. Aber wir haben es geschafft und wurden belohnt, genau wie Du!
    Es ist völlig okay, dass solche Gedanken aufgekommen sind, glaube ich. Du bist ein Mensch.
    Die richtigen Entscheidungen zu treffen, das ist die Tugend.
    Und die hast Du ja auch getroffen.

    🙂

    Lucas

    • Lieber Lucas,
      Danke für Deine Gedanken – und ein Stückchen Deiner Geschichte!

      Ich frage mich ja immer, wie man das generell alles mit mehr als einem Kind schafft , aber Du hast schon recht: Ich glaube, es ist ganz gut, nicht so ganz gedankenlos in der Welt herumzulaufen, denn Zweifel gehören wahrscheinlich zu jeder Entscheidung, die existentiell ist.
      Manchmal passieren Dinge, die vielleicht nicht geplant sind, aber am Ende vielleicht mehr gewollt werden, als es jeder Plan vorher hätte verzeichnen können.

      Ach ja.
      Eigentlich schon alles ganz gut so, mit dem Leben! ☺️
      Gute Nacht!
      Susanne

  8. Liebe Susanne

    Erstmal verneig ich mich vor Deiner Ehrlichkeit (vor Dir selbst)!

    Als Vater mass ich mir an, da mitdenkenken zu dürfen.

    Die Schwangerschaft war nicht geplant… ! Und das Leben ist, bekanntlich, oft das, was passiert wärend man andere Pläne schmiedet… Das löst naturgegeben eine gewisse Chaosphase aus.

    Du brauchst Dir jene Gedanken „ich kann das nicht“ – „ich will das nicht“ – bestimmt nicht vorwerfen. Sie sind mehr als nur natürlich!
    Und sie richten sich nicht wirklich gegen das kleine Leben. Im Gegenteil. Es war Dein Verantwortungsbewusstsein welches Dich dieses Zweifelkarussel erleben liess. Das nenne ich gesundes Wappnen…

    Du gast Dein kleines Leben nach alldem OhGottOhGottOhGott annehmen können…!

    (Jede/r die/der nun glaubt mit dem Finger zeigen zu dürfen soll verstummen und ganz tief in sich lauschen… )

    Danke fürs teilen.

    • Lieber Dany,
      Dankeschön!
      Es tut gut, von euch neue Perspektiven gezeigt zu bekommen. Schon allein deshalb ist das Teilen sehr persönlicher Gedanken gar nicht so schlecht! 😉
      Dankbar,
      Susanne

  9. Liebe Susanne,

    …“Ich will das nicht!“… So oft kommt das im Leben vor und dabei kennen wir dieses „das“ nicht einmal, sondern haben einfach eine Vorstellung von etwas und Angst.

    Und die Vorstellung von Schwangerschaft und Geburt und Kind ist schon gewaltig.

    Also mich wundert es überhaupt nicht, wenn da jemandem die Knie weich werden und dann der Satz kommt: „Ich will das nicht!“

    Und wenn ich das als Mann schon so denken und mir vorstellen kann, wie anders muß sich da erst eine Frau fühlen?

    Und was machst Du Dir da auch noch Vorwürfe?

    Du hättest sicher nie geglaubt, daß Du so viel schaffen könntest, wenn Dir jemand das, was gewesen ist, vorher erzählt hätte, und, daß Du das alles auch wirklich schaffst und zwar gut schaffst.

    Und was glaubst Du, wie oft ich schon gedacht habe: „Ich will das nicht!“

    Was glaubst Du, wie oft ich schon gedacht habe: „Ich will nicht leben! Ich bin das alles so satt!“

    Und wie oft ich schon sehr nah daran war, mein Leben zu beenden.

    Einmal ist ein Strick gerissen, weil er morsch war.

    Und wie wütend war ich darüber, so makaber ins Leben zurück zu plumpsen.

    Und mittlerweile lebe ich ganz gut damit, sogar für einen banalen Selbstmord zu blöd zu sein und Schiss davor zu haben.

    Und ich finde das Leben nun wirklich sehr oft nicht so prickelnd.

    Leider gibt es aber keine Gewissheit, daß ich mich durch einen Selbstmord verbessern würde.

    Und egal was gemeint wird; ich glaube halt, daß niemand weiß, was morgen kommt.

    Also bleibe ich, blöd, wie ich bin, besser beim heute.

    Das ist überschaubarer, obwohl es auch da oft sehr angenehme Enttäuschungen gibt.

    Liebe Grüße,
    Frank

    • Lieber Frank,
      Danke für Deinen Zuspruch, einerseits. Darüber freue ich mich.

      Das andere, das Du schreibst, mit Selbstmord und Strick und so weiter, das bedrückt mich. Vielleicht irre ich mich, aber ein paar dunklere Wölkchen kamen schon öfter in Deinen eigenen Beiträgen vor.
      Ich weiß nicht, ob ich berechtigt bin, das zu sagen, aber vielleicht sprichst Du mal mit nem Profi drüber?

      Liebe Grüße
      Susanne

      • Liebe Susanne,

        natürlich darfst Du mich auch auf diese Dinge ansprechen.

        Ich leide nun einmal unter Depressionen.

        Professionelle Hilfe habe ich schon öfter gesucht, was mich aber nur bedingt weiterbrachte; auch in Marsberg habe ich psychologische Hilfe gefunden.

        Und ich bin selbst vom Fach, bin Sozialarbeiter und Ergotherapeut gewesen.

        Am besten hilft mir Aurum Metallicum und das nehme ich auch, wenn es eng wird.

        http://heilpraktikerfabianstrumpf.de/naturheilpraxis/therapien/mit/prozessorientierte-homoeopathie/aurum-metallicum-homoeopathisches-gold/

        Liebe Grüße,
        Frank

        • …ich weiß ja so ungefähr, was diese Krankheit bedeutet. Nicht von mir selbst, aber sie hat schon häufiger mein Leben berührt. Und deswegen ist es gut und richtig und wichtig, sich Hilfe zu holen. Weil: So’n Beinbruch wird man ja auch nicht mehr von selbst los.
          Und wenn’s noch was Homöopathisches gibt, das Dich unterstützt; umso besser! 🙂
          Alles Liebe, Frank!

          • Gespräche helfen mir nur sehr bedingt.

            Das Mittel, das ich nehme, ist nicht nur Gold, sondern auch Gold Wert; es bringt meine Gefühle auf eine Ebene, die erträglich ist.

            Wie der Heilpraktiker das Krankheitsbild beschreibt, wie man sich dann fühlt, das kommt schon gut hin.

            Deshalb hatte ich den Link eigentlich beigefügt.

            Liebe Grüße,
            Frank

  10. Alles richtig gemacht!
    Obwohl: ich möchte mir eigentlich gar kein „Urteil“ anmaßen!
    Danke für die offenen Worte und ein schönes Wochenende!

  11. Soll ich dir was sagen? Die Schwangerschaft unserer Großen war geplant. Ich wollte schwanger werden. Und als ich schwanger war, habe ich Rotz und Wasser geheult und wusste weder ein noch aus. Auch bei mir hat es ein bisschen gedauert, bis ich mit dieser Nachricht klarkam, obwohl wir ja Nachwuchs wollten. Ich glaube solche Gedanken der Verunsicherung kenne viele von uns.

    Liebe Grüße
    Sylvi

    • Liebe Sylvi,
      Sorry für die späte Antwort.

      Ein bisschen muss ich schmunzeln über das, was Du schreibst, weil ich gerade überlege, ob das nicht vielleicht sogar eine (mehr oder weniger) „normale“ Reaktion des Körpers oder der Seele ist. Weil: Dass ein Kind die eigene Welt erstmal (und für immer) grundlegend ändern wird, ist klar. Kennt man bis dato zumindest aus Erzählungen. 😉

      Danke fürs Lesen und alles Liebe
      Susanne

  12. Angela Jakobi

    Liebe Susanne. Ich finde NICHTS an deiner Reaktion ist ein Anlass sich zu schämen oder schuldig zu fühlen. Im Gegenteil, es ist Verantwortungsbewusst, wenn man sich in so einer Situation zunächst einmal bewusst mit der Tatsache auseinandersetzt, ob man es schafft, ein Kind in die Welt zu begleiten.. Das war keine Ablehnung gegenüber deinem kleinen Leben. Es war eine bewusste Entscheidung FÜR dein kleines Leben.

    • Danke für diese Sichtweise, Angela. Ob ich mir damals vollständig bewusst war, was es bedeutet, Mutter zu sein, das glaube ich nicht.

      Ich hätte mich, trotz aller Ängste und Zweifel, nie gegen mein kleines Leben entscheiden können; schon allein aus ethischen Gründen. Hört sich jetzt vielleicht komisch an. 😉

      Wie auch immer: Ich bin so froh, dass sie da ist. So. So. So froh!

  13. Und jetzt sitz ich hier tränend am Frühstückstisch, weil mich deine Worte so berühren… Obwohl beide Kinder Wunschkinder waren, kann ich deine Gedanken von damals irgendwie nachvollziehen. Schließlich ändert ein Kind alles! Aber alles hat seinen Grund…

  14. Eine ungeplante Schwangerschaft ist wohl die größte Veränderung, die man sich vorstellen kann. Denn Mutter ist man ab da für immer. Ich wollte schwanger werden und dachte beim Test trotzdem „Oh Gott! Was hab ich getan? Kann ich das wirklich?“
    Aber ungeplant heißt nicht ungewollt. Und dass dein kleines Leben gewollt ist, spürt man durch jedes Wort. Verzeih dir. Du hast nichts falsch gemacht.

  15. Als jemand, der beim schreiben eigener Texte immer wieder selbst denkt, dass das eigentlich nicht ins Internet gehört, bedanke ich mich herzlich für deine Offenheit und den Mut.

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