Die Sache mit der Seele (Oder: Happy Halloween)

Die Sache mit der Seele Happy Halloween...grrrrrr

Hallo liebe Wolke,
weißt du was eine Seele ist?
Ich auch nicht. Jedenfalls nicht so genau.
Im Duden steht dazu:
„mittelhochdeutsch sēle (…) = die zum See Gehörende; nach germanischer Vorstellung wohnten die Seelen der Ungeborenen und Toten im Wasser.“
(Quelle: Duden)

Die kleine Seele

Neulich fragte mich mein kleines Leben:

„Mama? Wo war ich eigentlich bevor ich bei dir war?“
„Öhm…tja…mh… bei den Sternen. (?!??)“
„Was??“
„Deine Seele war bei den Sternen und hat sich dann mich als Mama ausgesucht.“
„Mama? Das ist doch totaler Quatsch!“

Ja, genau.
Das war Quatsch.
Denn die Seelen wohnen im Wasser. Eigentlich logisch, wenn man das Wort See~le hört. Und was der Duden und die alten Germanen sagen, das muss ja quasi sowieso stimmen.

Walt-Disney-Romantik

Ich glaube, dass so eine Seele etwas Schönes ist, das nichts Böses kennt und nichts Böses will, die ganz rein und frei ist von allem Schlechten. Klingt vielleicht etwas nach Walt Disney-Romantik, aber ich glaube an das Gute. Und seitdem ich von Elsa gelernt habe, dass Liebe die Welt von Schnee und Eis befreien kann, da glaube ich noch mehr dran. Kitsch kann ja auch ganz nett sein. Ab und zu.

All Hallow’s Eve

Heute, am „All Hallow’s Eve“ hat man mit Freudenfeuern, zumindest bei den Kelten, das Sommerende und die Rückkehr der Seelen der Toten in ihr Zuhause gefeiert – wenn ich dir das kurz mal berichten darf, was ich gelesen habe. Und ich finde, das hört sich doch recht nett an.
Die Seelen, die in meiner Fantasie wie wunderschöne, makellose, friedvolle Nixen in ihrem See plantschen und einmal im Jahr, begleitet vom „bonfire“ in ihr Zuhause zurückkehren und ganz frei von allem Schlechten sind; diese Seelen sehen für mich aus wie der Inbegriff aller Schönheit und Liebe. Und so weiter.
Also etwas wirklich Wunderbares.

Splatter

Ich glaube kaum, dass sich eine dieser Seelen mit blutigen Einschusslöchern oder Gummimesserhaarreifen auf dem Kopf verkleiden, wenn sie Heim gehen.
Außer vielleicht Zuhause erwartet sie die verbiesterte Ehefrau, die nur auf die Rückkehr gewartet hat. Nudelholzschwingend. Dann könnte ich ja gerade noch verstehen, dass man so schrecklich wie möglich aussehen möchte.

Wenn ich mir aber vorstelle, dass die ungeborene Seele meines kleinen Lebens in einem Tümpel herumdümpelte, wie das Ding von „Saw“ aussah und mit seinem klapprigen Dreirad unter Wasser seine Runden drehte…? Nein, das kann (und möchte) ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Naivchen

Womöglich bin ich zu naiv, liebe Wolke, das mag ja sein.
Aber ich möchte mir ungern ausmalen, dass alle von uns gegangenen Seelen an Halloween wie gruselige Skelette daherkommen, die mir an die Gurgel wollen, bloß weil der von ihnen verlassene und längst vergessene Körper vielleicht unterm Grabstein so aussehen mag. Heute Nacht schließe ich aber doch besser die Eingangtür ab…

Meine Nachbarn, übrigens, die stellen die Klingel am 31. Oktober aus, damit alle Kinder der Nachbarschaft ausschließlich bei uns schellen. Aber, ich habe vorgesorgt. Und kleine Vampire und Hexen, die zu Besuch kommen und nach „Süßem oder Saurem“ verlangen, sind wirklich netter als irgendwelche Zombies, die es ja sowieso nicht gibt. Hoffe ich. Aber wir haben ja noch unser Anti-Monster-Spray im Schrank. Das wirkt bestimmt äußerst erfolgreich.

Die Elfe mit wallenden Haaren

Nein, also wenn es irgendwann soweit sein sollte, dann wird meine reine kleine Seele in Form einer Elfe mit wallenden Haaren und tadelloser Haut, etwas größerem Busen und etwas längeren Beinen nach Hause kommen.
Und die Seele meines kleines Leben war vielleicht nicht bei den Sternen, vielleicht nicht im Wasser, aber sie war und sie ist ganz ganz sicher eins: wunderschön!

Ein gruseliges Halloween für dich, liebe Wolke!


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Kategorie Briefe an die Wolke, Kleinkind, Mama sein

Hallo, ich bin Susanne! Ich erzähle euch hier als alleinerziehende Mama einer etwas „anderen“ Vierjährigen von unserem, oft, schrägen Alltagswahnsinn. Und ich möchte euch zeigen, wie man vielleicht nicht alles, aber vieles, mit Humor sehen kann, damit das Leben ein bisschen leichter wird. Ab und zu schreibe ich auch über die Liebe, nicht nur weil „Patchwork“ so ein toller Modebegriff ist. ;)
Und seit Neuestem designe ich ein bisschen was für euch; für Blogger und Kinder – und mal schauen für wen noch. :)

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