Ein Traum, ein Träumchen. Ein Herz, ein Herzchen. (Kein Weihnachtswunsch)

Ein Traum ein Träumchen - kein WeihnachtswunschMerry dreaming!

Hallo liebe Wolke,
hast du Träume?
Ich ja. Ein paar. Eigentlich sind es gar nicht viele. Nur vielleicht ein oder zwei.
Ich hab in meinem Leben oft den Fehler gemacht, entweder an den falschen Traum oder nicht richtig an die richtigen Träume zu glauben. Und das ist ein dummer Fehler, das kann ich dir sagen! Denn, wenn man nicht an seinen Traum glaubt, und sei es noch das kleinste Träumchen, dann wird das nichts. Halbherzigkeit ist nämlich nie gut.

Carpe diem

Mit Kalendersprüchen konnte ich mich noch nie anfreunden, ja, ich finde sie sogar ziemlich beknackt, meistens zumindest. Deswegen sträubt sich alles in und an mir, wenn ich sowas wie „don‘t dream it, be it“ lese. Oder „carpe diem“.
Aber an eins glaube ich mittlerweile: ans Glauben. An sich selbst. An seine Träume.

Auch das – das Glauben – habe ich von meinem kleinen Leben gelernt. Wie so vieles. Ein kleines Kind, das gibt nicht auf. Das wird vielleicht hin und wieder äußerst wütend, wenn etwas nicht so klappt, wie es sich das vorstellt. Aber es steht immer wieder auf. Bis es laufen kann. Es wiederholt so oft die Laute bis es sprechen kann. Ein Kind hat von Anfang an Träume, das Verlangen, etwas wirklich zu können. Und es probiert es so lange bis sie wahr werden – die kindlichen Träume vom Können.

Mantje, mantje, timpe tee

Früher war ich ein bisschen wie des Fischers Frau im Märchen. Ich wollte (oder konnte) mich nicht mit dem zufrieden geben, was ich hatte. Vielleicht, weil ich dachte, mein, damals noch recht junges Leben, wäre zu Ende, wenn ich nicht weitergehen und mich ausprobieren könnte. Stillstand war unerträglich für mich. Bloß: Ich hatte kein wirkliches Ziel – oder, halt, doch, ich hatte eins. Mein Ziel war immer die Liebe, waren immer Männer („der eine“), obwohl ich nicht viele von ihnen hatte, ich sah in ihnen meinen Rettungsanker. Meinen Strohhalm. Aber dieser Traum war falsch, denn es war ja nicht mein eigener. Es war keiner, der nur mit mir selbst zu tun hatte.

Wie in diesem Märchen mit dem Butt und der nimmersatten Frau des Fischers, verlor auch ich alles. Und gewann alles. Das hört sich vermutlich ein bisschen verrückt an, aber hätte ich nicht alles verloren, hätte ich bis in alle Ewigkeiten so weitergemacht. Nur ohne mich. Ohne mein wahres Ich und meine wahren Träume.

Jammern?

Jetzt ist Weihnachten, ist das Fest der Liebe. Und auch, wenn ich manchmal ein wenig wehmütig, sentimental und melancholisch werde, weil ich mit meiner Tochter allein bin, so weiß ich heute, wer ich bin. Und ich weiß, dass das Jammern nicht viel hilft. Im Gegenteil.
Begegne ich heute Menschen, die scheinbar nicht viel anderes können, als zu jammern, dann wird es mir ganz flau. Sie halten mir einen Spiegel vor mein altes Ich. Und was ich da sehe, sieht nicht so schön aus. Deswegen: Jeder hat mal Anlass zu jammern, jedem geht mal das Licht am Horizont aus. Jedem. Doch bevor man in Selbstmitleid versinkt, sollte man sich seine Träume, seine wahren, echten, richtigen, Träume, vorstellen – und sich vorstellen, wie man selbst beim Jammern aussieht. Innerlich wie äußerlich. Ob einem das wirklich gefällt?

Traum und Träumchen, Herz und Herzchen.

Das Leben ist manchmal beschwerlich, man muss ab und zu mit Sachen zurechtkommen, mit denen man nicht zurechtkommen müssen will. Es gibt eben nicht nur immer Traum und Herz. Aber da sind schließlich auch noch die Träumchen. Und die Herzchen. Da sind so viele Zwischentöne, die viel mehr Weiß als Schwarz sind.

Und jetzt ist Weihnachten. Ein Tag, vor dem ich mich ein bisschen gefürchtet habe.
Dieses Jahr begehe ich es ohne falsche Träume, sondern mit meinen eigenen. Mit den echten. Und mit den Träumen meines kleinen Lebens. In jeder unserer Christbaumkugeln werden sich am Abend unsere Träume und unsere Liebe spiegeln.
Weil ich heute weiß, was Träume bedeuten. Meine Tochter hat mir gezeigt wie das geht.

Darum stimmt der Kalenderspruch „Don‘t dream it, be it“ nicht so ganz. Zumindest für mich nicht.

Träume, meine liebe Wolke, träum dein ganzes Leben lang!
Hab einen echten, deinen eigenen Traum!
Und sei es nur ein Träumchen.
Wenn du das hast, dann weißt du, was du dir selbst bedeutest.
Und dann kannst du an dich glauben.

Frohe Weihnachten, meine Wolke, von Herzen. Nicht nur von Herzchen!


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Kategorie Briefe an die Wolke, Mama sein

Hallo, ich bin Susanne! Ich erzähle euch hier als alleinerziehende Mama meines vierjährigen kleinen Lebens von unserem, oft, schrägen Alltagswahnsinn. Und ich möchte euch Mut machen, das Leben ein bisschen mehr mit Humor zu sehen. Auch dann, wenn es vielleicht mal schwer fällt. Außerdem findet ihr bei mir Lern- und Kindergeschichten. Ich freu mich, dass ihr da seid! :)

2 Kommentare

  1. Pingback: Ende. – Hallo liebe Wolke

  2. Danke liebe Susanne für deine wunderschönen Worte.
    Ich wünsche euch von ganzem Herzen
    ein wunderschönes Weihnachtsfest!
    Träume sind so unendlich wichtig und wertvoll. Wir sollten niemals aufhören zu träumen!
    Alles Liebe Sonja und ihr kleines Leben

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