Mein größter Fan (Oder: Baumschmuck, der begeistert)

BaumschmuckHach, hach, hach.

Hallo liebe Wolke,
darf man dir alles sagen?
„Mama, dein Bauch ist genauso weich wie mein Spielschleim. Das ist ja so schön!“
Hach ja. Da weiß ich manchmal nicht so genau, ob ich in diesen Momenten innerlich nicht doch ein bisschen weinen soll, aber eigentlich sind diese, nennen wir sie, „Beobachtungen“ meines kleinen Lebens so zuckerwundersüß, dass ich sie fast als Kompliment auffasse.

Jekyll und Hyde

Es heißt nicht umsonst „fucking fours“, denn ein kleines, wunderhübsches, Mädchen mit vier Jahren, kann sich hin und wieder in Sekundenbruchteilen verwandeln. Und dabei geht es nicht unbedingt um die Frage ob von Elfe zu Prinzessin oder doch lieber direkt Elsa. Ich spreche da eher von Jekyll zu Hyde. Wir kennen ja alle die Trotzanfälle, die Zweijährige haben können. Die, die sich für Mama so anfühlen, als würde jemand direkt neben ihrem Trommelfell mit Kreide über eine Tafel kratzen. (Und ich befürchte, sie fühlen sich für die besagten Zweijährigen ähnlich an.)
Bei Vierjährigen gesellt sich zur Tafelkreide allerdings noch ein Eimer mit Eiswasser, der einem über den Kopf geschüttet wird, während ein kleiner, irre gewordener, Mensch quietscht:
„Ich will aber, dass die Tomatensoße ROT ist – und nicht nur orange! Ich mag nur die GANZ ROTE Tomatensoße! Das esse ich NIEMALS!“
Und man selbst so: „Die Soße ist doch rot, orangerot, mein kleiner süßer Engel!“
„Ich mag das NIIIIIIICHT, Mama! Du bist doof.“
Daumen hoch.

Apfelschalenschlange

Aber dann, dann gibt es diese Momente mit meinem kleinen, zuckerwundersüßen Mädchen, in denen ich genau weiß: Ich habe einen Fan. Und zwar den allergrößten, den es nur geben kann.
Wenn mein kleines Leben mich mit großen Augen beobachtet und mich dafür bewundert, was ich alles Tolles kann: Meinen Pullover anziehen, ohne mit den Ohren stecken zu bleiben. Zum Beispiel. Oder, wenn ich einen Apfel in einem Rutsch schäle und eine megalange Apfelschalenschlange produziere. Ja, das sind die wahren Zaubertricks dieser Welt.
Wenn Madita mich also strahlend ansieht und ganz verzückt ist von den Dingen, die für sie wahre Kunststücke sind, dann weiß ich: Sie ist mein größter Fan.

Verrückt

Baumschmuck HerzBei tausend Kleinigkeiten sehe ich es ihr an, wie diese unglaubliche Liebe da in ihrem kleinen Herzchen brodelt. Und das, das macht mich zum allerglücklichsten Menschen dieses Erdballs. Ungelogen. Da könnte ich mir drei Eiswassereimer über den Kopf schütten lassen und ich wüsste immer noch, dass ich, auch wenn ich manchmal die allerblödeste Kaka-Mama bin, zum momentanen Herzobjekt Nummer 1 gekürt wurde. Ist das nicht verrückt? Ich finde ja. Und es ist schön so verrückt zu sein.

Miss Universe

Das bleibt nicht so, das weiß ich ja. Das bleibt in der Intensität nicht so, und das ist der Lauf der Dinge und normal und gut. Aber für das Jetzt, für mein und unser Jetzt, ist es etwas ganz schön Wundervolles seinen eigenen Groupie zu haben, der einen anhimmelt als wäre man eine Kombination aus Miss Universe und Albert Einstein – und ich genieße es in vollen Zügen. Denn so etwas hat man nicht oft im Leben. Vermutlich nur selten.

Wenn ich noch etwas vermute, dann ist es dies, meine Wolke:

Das ist es, was das Muttersein ausmacht. Die gegenseitige Liebe. Eine Liebe, die nie unerwidert sein wird. Eine Liebe, die nicht vergeht. Eine Liebe, die Bestand hat. Und eine Liebe, die echter nicht sein kann.

Baumschmuck

Und weil wir gerade so im Liebes-Endorphin-Rausch waren, habe ich mich ganz freiwillig zum Basteln hingesetzt, was in meinem Fall ja eher selten vorkommt. Aber man weiß ja, was Hormone anrichten können. 😉
Da Weihnachten unaufhaltsam näher rückt, das Wetter schlechter wird und die Indooraktivitäten proportional zum Regen zunehmen, haben wir drei einfache, aber ziemlich schniecke Weihnachtsbaumanhänger gebastelt.

1. Papierbäume
Halbkreis ausschneiden, dreimal falten, Loch rein, Schnur durch, fertig.

2. Origamisterne
Youtube-Anleitungsvideo angesehen (z.B. das hier), nur ein bisschen geflucht, aber beim dritten Stern war es dann ganz easypeasy.

3. Salzteiganhänger
1 Tasse Salz, 1 Tasse Wasser, 2 Tassen Mehl, 1 Teelöffel Öl, kneten, ausrollen, ausstechen, Loch rein, 1 Stunde im Backofen bei 70 Grad trocknen lassen, anmalen, fertig.

Toll, was man aus und mit Liebe alles fertig bringt, oder?
Ich meine ja.

So, liebe Wolke, dann hab es schön und bis zum nächsten Mal!


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Kategorie Briefe an die Wolke

Hallo, ich bin Susanne! Ich erzähle euch hier als alleinerziehende Mama einer etwas „anderen“ Vierjährigen von unserem, oft, schrägen Alltagswahnsinn. Und ich möchte euch zeigen, wie man vielleicht nicht alles, aber vieles, mit Humor sehen kann, damit das Leben ein bisschen leichter wird. Ab und zu schreibe ich auch über die Liebe, nicht nur weil „Patchwork“ so ein toller Modebegriff ist. ;)
Und seit Neuestem designe ich ein bisschen was für euch; für Blogger und Kinder – und mal schauen für wen noch. :)

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