Mütter, die ich mag. (water melon summer love)

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Hallo liebe Wolke,
kennst du das?
Es gibt ein paar Dinge, die ich total gerne mag. Maiglöckchen, zum Beispiel. Oder wenn die Sonne im Juni genau zwischen den beiden Tannen, die ich vom Schlafzimmerfenster aus sehen kann, aufgeht. (Das hört sich auch so schön idyllisch an, wenn ich es erzähle. Fast wie bei Heidi.)
Es gibt Menschen, die ich auf Anhieb mag, wenn ich ihnen das erste Mal begegne. Und dann wiederum solche, die finde ich spontan total blöd. Und da Mütter auch Menschen sind (man sollte es ja manchmal fast nicht meinen…), begegnen mir öfter Mamas, die – für mich! – entweder zu den einen oder den anderen zählen.

Das Urteil ist gefällt!

Neulich auf dem Spielplatz, da kam ich mit einer Mama ins Gespräch. Eigentlich suchte eher sie das Gespräch mit mir, weil mein kleines Leben mal wieder einen ihrer – nennen wir es – originellen Anfälle hatte und gefühlte Stunden im Kreis herum lief. Das macht sie gern, das gehört zu ihrer „Originalität“, die andere Mutter fand es sehr bedenklich, ja geradezu bedrohlich, und sie verurteilte mich, mein kleines Leben, die Situation, wahrscheinlich die ganze Welt. Es gibt diese Arten von Müttern, die immer alles ver-, be- und überhaupt urteilen. Kennt man ja. Und man selbst landet dann im Laufe des „Gesprächs“ in der Rechtfertigungsfalle, obwohl man sein Gegenüber bis dato gar nicht kannte und wahrscheinlich nie mehr im Leben wiedersehen wird. Und so halte ich das mittlerweile: Ich lasse sie, genauso wie mein kleines Leben im Kreis herumrennen, bis ihr von dem ganzen blöden Gelaber schwindelig geworden ist. Diese Mama-Sorte weiß überhaupt und sowieso alles besser; ich würde sagen, die Verurteilungs-Mütter helfen genau gar keinem. Außer vielleicht sich selbst.

Mütter, die ich mag

Dann aber gibt es Mütter, die ich wirklich sehr mag.
Und diese Mamas sind diejenigen, die

  • mich, den Mensch, mögen. Unabhängig von meinem kleinen Leben. 
  • die ganze Sache mit den Kindern realistisch sehen, nicht nur auf rosa Wölkchen durch das Einhornland reiten und alles wundertoll finden. Denn das ist es nun mal nicht (immer).
  • sich ein Stückchen ihres eigenen, ganz privaten Lebens und ihrer Interessen bewahrt haben. (Auch ihrer Kinder zuliebe.)
  • es ok finden, dass man um 18.30 Uhr Kika einschaltet, um die Beine hochzulegen und auf das Sandmännchen (aka „Schlafenszeit“) zu warten. 
  • nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil ein Kind auch mal Zucker darf und das Obst nicht ausschließlich aus ökologisch-biologisch-nachhaltiger Landwirtschaft stammt.
  • selbst auch mal „Wenn-Dann-Sätze“ gebrauchen, obwohl sich alle fest vorgenommen hatten, sie niemals zu verwenden.
  • spüren, dass alle Regeln und alle Konsequenz in der Erziehung auch eine natürliche Grenze haben – und sie sich auf ihr Gefühl verlassen können.
  • sich ab und zu danach sehnen, sich mal wieder einen ganzen Tag nur mit sich allein zu beschäftigen. Ohne gleich eine Rabenmutter zu sein, die nur an sich denkt.
  • wissen, sie sind nicht perfekt.
  • wissen, ihre Kinder sind nicht perfekt.

Ach ja.
Es gibt so einiges, das man gern hat. Oder haben kann. 

Melonen

Im Moment springen mich übrigens von überall Melonen an. Als Print auf Kleidung, als Poster, als Postkarten – und ich muss sagen: Das gefällt mir! Denn Wassermelonen mochte ich schon immer gern.
Deswegen hab ich ein bisschen experimentiert und darum gibt es zu den „Müttern, die ich mag“ auch noch eine Wassermelone. Als Postkarte. Und als Geschenk. Denn: Wenn man was verschenkt, das von Herzen kommt, das kann ja manchmal so etwas wie neue Freunde schaffen. Vielleicht jedenfalls.

Also, liebe Wolke, ich hoffe, es gibt ganz viele Dinge, die Du magst, und hab einen guten Flug in den Pfingstmontag!

Printable Wassermelone (Postkarte)

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Kategorie Briefe an die Wolke, DIY & Kreatives, Mama sein

Hallo, ich bin Susanne! Ich erzähle euch hier als alleinerziehende Mama einer etwas „anderen“ Vierjährigen von unserem, oft, schrägen Alltagswahnsinn. Und ich möchte euch zeigen, wie man vielleicht nicht alles, aber vieles, mit Humor sehen kann, damit das Leben ein bisschen leichter wird. Ab und zu schreibe ich auch über die Liebe, nicht nur weil "Patchwork" so ein toller Modebegriff ist. ;) Und seit Neuestem designe ich ein bisschen was für euch; für Blogger und Kinder - und mal schauen für wen noch. :) Ihr findet mich auch bei Facebook, Instagram oder Pinterest. Übrigens. Besucht mich doch mal dort. Würde mich freuen!

16 Kommentare

  1. Hallo liebe Susanne,
    es ist wirklich ein sehr tolles aber auch anstrengendes Thema. Ich finde es persönlich immer sehr anstrengend, wenn es anscheinend jeder besser weiß außer ich selbst, wenn jeder weiß was besser für mein Mädchen ist. Am liebsten sind mir tatsächlich diese, die selber keine Kinder haben und in ihren Augen unglaublich wertvolle Ratschläge geben.

    Ich habe momentan alle Ratgeber und Zeitschriften in den Müll geschmissen, ich bin ein Gefühlsmensch und mache es so wie ich es für richtig halte und natürlich ist es nicht immer richtig aber ist doch völlig egal. Wie sagt meine wunderbare Großmutter immer: Aus Fehlern lernt man! Außerdem wäre es ohne Fehler auch total langweilig.

    Respektvoller Meinungsaustausch hingegen, unterstütze ich total. Finde ich super, oft entdeckt man Dinge für sich und probiert es aus.

    Danke für den tollen Beitrag, wir denken da sehr ähnlich welche Mamis wir mögen und deshalb gefällt mir wohl dein Blog auch so gut. 🙂

    Ganz liebe Grüße, Caro. ♥

    • Liebe Caro,
      ❤️ Hach, ich bin immer wieder froh, wenn ich Zeilen wie Deine lese, wenn ich Mamas wie Dir begegne.
      Und auch hier: Ratgeber entsorgt, am Ende zählt doch irgendwie eh nur das Bauchgefühl und das Herz – ich finde, damit ist man einfach immer auf der sicheren Seite, die bestimmt nicht fehlerlos ist, aber die Liebe verzeiht so kleine Patzer schon. 😉

      Danke fürs Lesen und Deine Nachricht, ich freu mich ganz sehr darüber! 🙂
      Alles Liebe für euch!
      Susanne

  2. Veronika

    Hallo Susanne!
    Ich weiß gar nicht, wie ich jetzt genau auf dich gestoßen bin, irgendwie haben mich die unendlichen Weiten des Internets hierher gebracht. Ich hab mich grade so quer durch deine Artikel gelesen und wollte dir nur kurz sagen, dass mir deine Art zu schreiben sofort sehr sympathisch war.
    Echt witzig, dass ich jetzt hier sitze und jemandem, den ich gar nicht kenne, sowas sage aber manche Gedanken sollte man aussprechen, vielleicht freut sich ja wer drüber. Hier also meiner:
    Ich bin ziemlich weit davon entfernt, eine Mama zu sein. Bin dieses Jahr erst 20 geworden und hab keinen Freund, erfülle also nicht wirklich irgendwelche Voraussetzungen. Stört mich aber gar nicht. Ich weiß, dass ich irgendwann mal Mama sein werde. Und wenn ich das auch nur annähernd so gut hinkriege wie du mit deinem kleinen Leben, dann wäre das ziemlich genial.
    Ich wünsch euch beiden alles Gute!

    • Liebe Veronika,
      ich kann Dir sagen: Ich freue mich tierisch über Deine Nachricht und ich finde es toll, dass das große, weite Netz Dich hergeführt hat! 🙂
      Danke Dir sehr – auch für Dein riesiges Kompliment!
      Ich kann Dir sagen, mit 20 hatte ich auch noch keinen Gedanken und keinen Kopf fürs Kinderkriegen und so rückblickend bin ich ganz froh, dass das noch ein paar Jahre gedauert hat. Aber es hat ja alles seine Vor- und Nachteile. 😉
      Genieße die Zeit, völlig unabhängig zu sein! Und wenn es dann mal so weit sein sollte, dann bin ich mir sicher, Du bekommst das richtig gut hin! 🙂
      Alles Liebe für Dich!
      Susanne

  3. Jennifer

    Hallo Susanne,

    Danke für diesen wunderbaren Text! Ich habe mich so sehr darin wiedergefunden. Das ist wirklich ein Phänomen – jeder scheint zu wissen, was das Richtige fürs eigene Kind ist. Jeder hat eine Meinung, einen weisen Rat, um den man gar doch gar nicht gebeten hat… und dann gibt es die „anderen“… die wissen, wie man sich fühlt, die realistischen, die zuhören und damit effektiver, hilfreicher und ermutigender sind als jeder „gutgemeinte Rat“ …

    Ich hab mich gerade in die liebe kleine Wolke verliebt 🙂

    • Hallo Jennifer!
      Ohhh, verlieben hört sich toll an! 🙂
      Danke Dir sehr und ich freue mich, dass Du die liebe Wolke gefunden hast!
      Alles Liebe und einen schönen Abend!
      Susanne

  4. Hallo Susanne

    Einfach ein toller herzlicher Blog. Erkenne mich und meine Tochter darin wieder 🙂 Danke dafür!

  5. Hallo Susanne,
    bin über Pinterest auf deinem Blog gelandet und hab ihn sofort abonniert! Bei deiner Auflistung zu guten Müttern kann ich alles unterschreiben! Bei Kika hab ich so gelacht
    Bei uns gibt es auch gerne mal ne DVD, wenn’s Kind oder die Mama krank ist. So kann die dreijährige auch schon komplett Frozen zitieren…
    Ich persönlich habe auf meiner Liste noch:
    – die auch mal sagen, dass ihr die Zwerge tierisch auf den Keks gehen

    Freue mich, ab jetzt dabei zu sein!
    LG Janine

    • Liebe Janine,
      ich freue mich sehr, dass Du die „Wolke“ gefunden hast und mir schreibst! 🙂
      Und ja, da hast Du total recht: der Punkt Deiner Liste fehlt bei meiner Aufzählung! :))

      Hab einen schönen Abend und es ist schön, dass Du ein bisschen mit der Wolke reisen magst. Mal schauen, wohin es noch so geht!
      Alles Liebe
      Susanne

  6. Hallo Susanne!
    Ach wie recht du hast. Diese Übermütter, die glauben die Weisheit mit dem Löffel gegessen zu haben. Alles scheint perfekt, doch sobald man hinter ihre Fassade blickt, wird diese brüchig.
    Das realistische Bild von sich haben nur wenige. So empfinde ich es meistens. Es ist ja oft auch angenehmer sich etwas vorzumachen, als ehrlich zu sich zu sein. Doch was lernen wir da unseren Kindern? Also da bleibe ich lieber ich und lerne meinem Kind Authentizität. Mit allen Auf und Abs
    Alles Liebe Sonja

    • Ja, Sonja, GENAU SO! 🙂
      Hach, Danke. Das tut gut und ich bin so froh, dass es einige Mütter gibt, die ich mag! 😉
      Hab einen schönen Tag! <3

  7. Liebe Susanne,

    wieder ein wunderbarer Artikel von dir. Du schreibst so ehrlich und authentisch, wirst dabei aber niemals laut. Ich mag das sehr, bitte mach weiter so!

    Barbara

    • Ich freu mich wirklich sehr, liebe Barbara, über so liebe Worte und Unterstützung! 🙂
      Danke Dir von Herzen und gute Nacht!
      Susanne

  8. verflixteralltag

    Liebe Susanne, ich glaube wir denken da sehr ähnlich 😉
    Bis auf die Wassermelonen. Das war bei mir eher so eine Hassliebe. Einerseits sind sie so herrlich lecker, andererseits haben sie diese blöden Kerne. Aber zum Angucken reicht es allemal 😛
    LG Wiebke

    • Haha, liebe Wiebke, jaaa, die Kerne sind nervig. Das stimmt. Aber als Motiv sind die Wassermelonen wirklich sehr nett und lösen – zumindest in meiner Wahrnehmung und für den Moment – ein bisschen die Einhörner ab. 😉
      Habt noch einen sonnigen Resttag & liebe Grüße!
      Susanne

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