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Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm: Teil 2. Herbst- und Weihnachtsgeschichten für Kinder. (Werbung)

Mit Wilma Wochenwurm durch die Herbst- und Weihnachtszeit!

Ach, was mag ich den kleinen, schlauen Wurm Wilma!
Und weil ich ganz wurminfiziert bin, habe ich für euch an ganz vielen, neuen Lerngeschichten gearbeitet, gezeichnet und geschrieben. Ich hoffe, sie gefallen euch – denn hier kommt:

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm, Teil 2

 

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm Teil 2_Herbst_Weihnachten_Kinder_Geschichten_Arbeitsblätter_Kita_Cover

(c) Susanne Bohne

Einige von Wilmas Freunden kennt ihr bereits; z.B. Isi Igel oder Schneckelinchen, die einen großen Auftritt mit neuen Illustrationen im Buch haben.

Zu allen Geschichten gibt es Ausmal- und Rätselbilder (wie schon in Wilma Teil 1), und zusätzlich Bastel- und DIY-Tipps für die Herbst- und Weihnachtszeit.
Und weil viele von euch gefragt haben: Alle Ausmalbilder, Rätsel und Basteltipps gibt es separat zum Download und zum Ausdrucken. Den Link findet ihr im Buch.

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm_Teil 2_Eicheln_rechnen lernen

(c) Susanne Bohne

Diese Geschichten gibt’s in „Wilma Teil 2“:

  • Waldemar im Wattenmeer — mit einer Übung zu den Jahreszeiten
  • Darum werden die Blätter im Herbst bunt — mit einem Ausmalbild „Blätter“
  • Igel Isi und der Winterschlaf — mit einem Rätsel „Was fressen Igel?“ + einem Arbeitsblatt
  • Rechnen lernen mit Elli Eichhörnchen — mit zwei Arbeitsblättern „Addition“
  • Lilli und die Halloweengeister — Was ist Halloween? Mit einem Ausmalbild „Gespenster“ und einem Arbeitsblatt Kürbisgesichter
  • Glühwürmchen Bert  — Warum feiern wir Sankt Martin?
  • Basteln mit Pia Pilzwurm — Rezept für selbstgemachtes Vogelfutter + Anleitung zum Basteln eines Traumfängers + Ausmalbild Pilze + Arbeitsblatt
  • Anton Apfelwurm verrät wie Äpfel wachsen — mit Arbeitsblatt
  • Der Drache mit dem Drachen — eine Geschichte zur Stärkung des Selbstvertrauens
  • Lina und der Wackelstern — eine Weihnachtsgeschichte
  • Maja ist aufgeregt — Wir warten aufs Christkind + Ausmalbild + Weihnachtsliedwortsuchspiel + Postkarten basteln + Kartoffeldruck „Rotkäppchen“ + Schneemann mit Fingerfarbe

11 Geschichten für Kinder ab 4 Jahren hat Wilma Wochenwurm für euch zusammengetragen und würde sich wahnsinnig freuen, bei euch einziehen zu dürfen.

PIA PILZWURM (c) Susanne Bohne

Das Buch „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm: Teil 2“ gibt es ab sofort im (Online-)Buchhandel. Juhu!

Hier sind die Infos:

Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm: Teil 2
von Susanne Bohne
Paperback
60 Seiten
9,99 Euro
ISBN-13: 9783752896909

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Und eines möchte ich noch sagen: Danke, Danke, Danke für eure grandiose Unterstützung, die alles übertrifft, was ich mir je hätte vorstellen können. Ihr seid großartig! 

Eure Susanne


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Kindergarten Kita Projekt Apfel Äpfel Geschichte vorlesen Herbst Arbeitsblatt Freebie Vorlage Idee

Anton Apfelwurm erklärt: So wachsen Äpfel. (Lerngeschichte & Freebie)

Guten Tag, ich bin Anton.
Ich wohne in einem Apfel, in einem richtig leckeren und süßen Apfel. Und deswegen nennt man mich Anton Apfelwurm. Ich finde das ein bisschen lustig, denn es ist doch sonnenklar: Ein Wurm, der in einem Apfel wohnt, muss ein Apfelwurm sein!
Wäre mein Haus eine Gurke, wäre ich wohl ein Gurkenwurm. Aber von einem Gurkenwurm habe ich wirklich noch nie gehört. Du etwa?

Mein Apfelhaus, in dem ich wohne, das war nicht immer so groß und rot und saftig lecker. Ich musste ganz schön lange warten, bis mein Apfel gewachsen war. Aber Apfelwürmer sind sehr geduldig – und es ist eine wirklich spannende Geschichte, wie ein Apfel wächst. Soll ich sie dir erzählen? Ja? Dann hör gut zu!

So wachsen Äpfel

In der Mitte eines Apfels sind kleine, schwarze Kerne. Die hast du bestimmt schon einmal gesehen, oder?

Wenn man diese Kerne in die Erde pflanzt, wenn sie genug Wasser und Sonnenlicht bekommen, dann passiert ein bisschen Zauberei. Aus dem kleinen, schwarzen Apfelkern wächst einfach so, an der oberen Spitze, ein klitzekleiner, grüner Spross. Ich kann dir sagen, als ich das zum ersten Mal gesehen habe, war ich sehr überrascht, dass das funktioniert! Aber es funktioniert einfach so und ich finde das ein bisschen magisch.

Der Spross wächst zu einem kleinen, zarten Pflänzchen heran. Und nun rate doch mal, was das für ein Pflänzchen ist?! Genau! Es ist ein Mini-Apfelbäumchen. Ja, es ist am Anfang wirklich sehr klein und man muss ziemlich lange warten, bis das Pflänzchen ein großer, starker Apfelbaum geworden ist. Aber es lohnt sich, das kann ich dir versprechen.

Irgendwann, wenn der Apfelbaum groß genug ist, wachsen an ihm weiße, wunderschöne Blüten. Die Apfelblüten duften herrlich und ihr guter Duft lockt Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Sie schlürfen den leckeren Nektar – und sie machen noch etwas ganz besonderes: Sie bestäuben die Blüten, indem sie den Pollen von Blüte zu Blüte tragen. Und nur wenn die Blüten von den Bienen bestäubt worden sind, dann passiert wieder etwas fast Unglaubliches! Aus den Blüten wachsen kleine Äpfel. Ist das nicht unglaublich? Aber es wirklich so!

Im Herbst sind die Äpfel dann groß und rot und dick geworden, da freue ich mich sehr, denn ich bin schließlich ein Apfelwurm. Und wenn du das nächste Mal einen Apfel isst, denk doch mal an mich und wie aus einem kleinen Kern ein riesiger Apfelbaum werden konnte! 🙂

Dein Anton Apfelwurm


Download Ausmalbild: Wie Äpfel wachsen

(Downloads erfolgen auf eigene Gefahr und berechtigen nur zum ausschließlichen privaten Gebrauch. Es ist zudem nur gestattet, Kopien und Ausdrucke zum ausschließlich privaten Gebrauch herzustellen. Eine darüber hinausgehende Nutzung und Herstellung ist nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung möglich.)
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Scoyo Elternblogaward Finalistin

Eine Finalistin und ein Zweifel.

Hallo liebe Wolke,
weißt du, was ein gutes Gefühl ist?
Wenn man morgens eine halbe Stunde länger schlafen darf. Oder wenn man endlich den Boden der Wäschetonne sieht, weil man, was ja quasi wie Weihnachten und Ostern gleichzeitig ist, es wirklich geschafft hat, alles wegzuwaschen und zu trocknen und zu falten und wieder in den Schrank einzusortieren. Ein gutes Gefühl ist außerdem, wenn man im Finale steht. Zum Beispiel. Und das tue ich. Mit 13 wunderbaren anderen Bloggerinnen hat mein Text „Von der Geschichte, das Lernen lieben zu lernen“ die Endrunde erreicht. Und das ist wirklich ein richtig gutes Gefühl.

Ab. Stimmen.

Wer mag, der kann für meinen Text abstimmen. (Das könnte man hier tun, wenn man möchte.) Aber auch, wenn ich weiß, dass ein paar Leute dich, liebe Wolke, und mich lesen, so glaube ich, dass ich dennoch keine große Chance auf einen Platz auf dem Siegertreppchen haben werde.

Und warum nicht?, fragst du dich – und ich mag es nicht, wenn du mich so anschaust, liebe Wolke, weil ich doch immer an mich glauben soll und es hin und wieder einfach nicht so schaffe, wie ich es gern wollte. Dabei glaube ich daran, ganz gut schreiben zu können – wenn mir schon nicht das Talent in die Wiege gelegt worden ist, zufriedenstellend einen Marmorkuchen backen zu können. Aber das Netzwerken, die Social Medias zu befriedigen, eine Instagram-Story zusammenzuschustern, mich auf Facebook in Gruppen zu engagieren und den ganzen Tag online zu sein, das schaffe ich nicht. Das bekomme ich einfach nicht hin und deswegen bin ich vermutlich nicht unbedingt dafür prädestiniert, das werte Publikum zum Abstimmen zu bewegen.

Frage?

Manchmal frage ich mich, ob ich der Zeit einfach ein bisschen hinterherhinke. Oder ob ich, wie ich ja schon öfter in meinem Leben feststellen musste, ein bisschen anders bin – was ich jetzt nicht positiv meine. Nicht immer mitspielen zu können, weil da irgendwie etwas in mir drin anders gepolt ist, das ist nämlich ab und zu ganz schön doof. Aber auch das war schon immer so. Ich persönlich habe das für mich akzeptiert, ich weiß mittlerweile wer ich bin und ich habe keine Lust mehr, mich zu verbiegen. Weil ich dann nicht mehr ich sein würde.

Also lasse ich das mit dem großen Tamtam um mich und um die Abstimmung und um das social Netzwerken. Nicht, weil ich ein eigenbrötlerischer Einsiedlerkrebs bin. Und auch nicht, weil ich mich für was Besseres halte. Ich habe immer den Drang, was zu geben. Und sehr, sehr, sehr selten, was zu nehmen. Ich schenke lieber, als dass ich um was bitte. Vielleicht auch nicht die beste Eigenschaft, die man im Jahr 2018 haben sollte.

Weit. Kommen.

Ich denke, dass ich auch deswegen nicht so weit gekommen bin. Im Leben. So im Allgemeinen. Könnte daran liegen. Jeder hat ja seine eigenen Dinge, die einem ein gutes Gefühl machen. Und für mich ist es ein gutes Gefühl in dieser Liste mit den 13 Finalisten zu stehen. Klar: Es wäre auch ein gutes Gefühl, einen kleinen Preis zu gewinnen. Aber um das Gewinnen geht es nicht immer im Leben. Zumindest nicht in meinem.

Es ist wunderschön, Nachrichten zu bekommen, die mir sagen, dass ich ein paar Menschen mit meinen Gedanken erreichen kann. Es ist wunderschön, wenn ein paar Menschen, mein Wilma-Buch kaufen. Weil es ein Lob ist. Und das nehme ich sehr gern an, das schmeichelt mir und meiner kleinen Seele und lässt mein Herz hüpfen. Ganz hoch.

Wundertoll.

Also, liebe Wolke, jetzt schau mich nicht mehr so an, denn ich habe doch ein gutes Gefühl. Und das trage ich bei mir und wärmt mich, wenn ich wieder ein paar kleine Zweifel habe.

Und, ja, ist ja schon gut, ich sage es ja noch mal: Für meinen Text kann man hier abstimmen. 

Aber mehr noch zählt für mich: Danke, dass ihr da seid, ihr Leser da draußen! Ihr gebt mir das Gefühl, nicht allein zu sein. Und wisst ihr was? Das Gefühl ist nicht nur gut, sondern wundertoll. 

Bis ganz bald, meine liebe Wolke!


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Igel Isi und der Winterschlaf_Lerngeschichte_Kindergarten_Kita_Idee_Herbst_Projekt

Igel Isi und der Winterschlaf (Lerngeschichte & Printable)

„Uuaaach, was bin ich müde!“, gähnt Isi Igel.
Immer, wenn im Herbst die Blätter bunt werden und von den Bäumen fallen, wird Isi erst ganz hungrig und dann ganz schläfrig.
Prinzessin Honigsüß wundert sich schon ein bisschen, dass Isi so viel futtert. Viel mehr als sonst. Isi ist kugelrund geworden und sucht immer noch nach Würmern und Schnecken.

„Sag mal, Isi?“, fragt Prinzessin Honigsüß, „Bekommst du gar kein Bauchweh, wenn du so viel futterst?“
„Nein, nein.“, antwortet Isi gelassen. „Ich muss so viel fressen, damit ich eine dicke Speckschicht habe. Hier. Siehst du?“, Isi Igel zeigt auf ihren Bauch. „Den Speck, den brauche ich nämlich dringend!“, erklärt Isi und muss schon wieder gähnen.

„Ja? Wofür denn?“, fragt Prinzessin Honigsüß und muss ein bisschen schmunzeln.
„Na, für meinen Winterschlaf natürlich!“, antwortet Isi.
„Das ist nämlich so: Wenn es im Winter kalt ist, dann finde ich nichts mehr zu essen. Keine Würmer, keine Schnecken, kein gar nichts. Und deswegen schlafe ich lieber. Am liebsten in einem großen Blätterhaufen, wo es schön warm ist. Aber weil ich viele Wochen, bis zum Frühling, schlafe, muss ich vorher ganz viel fressen. Und außerdem hält ein bisschen Speck ja auch schön warm. Hihi.“, sagt Isi.
„Ach, Isi“, meint Prinzessin Honigsüß, „das hört sich wirklich ziemlich gemütlich an. Aber für mich wäre das nichts, mit dem Winterschlaf. Dafür baue ich viel zu gerne einen Schneemann und fahre viel zu gern Schlitten. Aber dir wünsche ich einen guten Winterschlaf, liebe Isi!“
„Danke!“, antwortet Isi Igel und kann ihre kleinen Äuglein kaum mehr aufhalten. „Ich krabble mal schnell in mein Blätterzelt und träume vom nächsten Frühling, wenn die Sonne wieder warm auf meine Stacheln scheint.
Mach’s gut, liebe Honigsüß!“

Darum machen Igel also einen Winterschlaf!


Download Geschichte

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Schnuller Entwöhung Kleinkind Schnullerfee

Ich hänge an der Flasche! (Oder: Kalter Entzug vom Schnuller.)

Hallo liebe Wolke,
bist du von irgendetwas abhängig?
Süchtig zu sein, das ist ja in den allermeisten Fällen etwas ziemlich doofes – und das Thema betrifft beileibe nicht nur Erwachsene, denn: Mein kleines Leben ist stark abhängig.
Eigentlich bräuchte man für Kleinkinder vom Schlag meiner Vierjährigen eine eigene Betty Ford Entzugsklinik. Für die wirklich harten Fälle, die von ihrem Schnuller & Co einfach nicht die Finger lassen können.

Achtung!

Mein kleines Leben ist Nuckelflaschenabhängig.

Jetzt ist es raus, ich höre schon die vielen Hände, wie sie über dem Kopf zusammengeschlagen werden.
(Und ja, selbstverständlich bin ich daran Schuld, wie Mütter im Allgemeinen und grundsätzlich ja an allem Möglichen Schuld sind; ich dürfte mich also gar nicht beschweren.)
Was für die einen der Schnuller ist, ist für die anderen die Nuckelflasche.
Verbieten sollte man dieses Teufelszeug, es macht nämlich ähnlich abhängig wie Nikotin, Alkohol oder Crystal Meth. Glaube ich zumindest, und wenn ich sehe wie groß die Sucht meines kleines Lebens nach ihrer Pulle ist, dann wundert es mich wirklich, dass in der „Nucki-freien Kitazeit“ am Vormittag keine Entzugserscheinungen wie Tremor oder direkter Fall ins Delirium bei ihr zu beobachten sind.

Einschlafen ohne Flasche?

Undenkbar.

Alle Varianten habe ich bereits ausprobiert.
Kalter Entzug:
Ab heute ist die Pulle weg. Aber jetzt wirklich. Basta. Punkt. Aus die Maus.
Warmer Entzug:
Schrittweise Entwöhnung und Flaschenfee.
(»Mama! Es gibt keine Flaschenfee!!«)

Das Ergebnis ist am Ende dasselbe; Schlaflosigkeit, Gereiztheit bis hin zu ohnmächtigen Schreianfällen. Bei beiden Beteiligten.
Ich bin ja bloß froh, dass Kleinkinder noch nichts von Beschafffungskriminalität gehört haben. Wenn ich mir vorstelle, mein kleines Leben würde nachts in den Drogeriemarkt einbrechen oder den Babies in der U2-Gruppe die Flaschen klauen – da wird man ja seines Lebens nicht mehr froh!

Ausschleichen…

Aber eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich mich mal wieder so stresse. Bis zum Grundschuleintritt 2019 werden wir die harte Droge „Nuckelflasche“ schon irgendwie ausgeschlichen haben. Hoffe ich.

Und, ehrlich gesagt, ist dieses leise Nuckeln zum Einschlafen manchmal auch etwas ziemlich Schönes. Für mich.
Denn dann weiß ich:
Mein kleines Leben ist eben doch noch klein und gar nicht so schnell so groß geworden, wie sie mir ab und zu vorkommt.

Erinnerungen sind etwas Wundervolles, und ich glaube, liebe Wolke, davon bin ich ein bisschen abhängig!

Entspanntes Einschlafen!


 

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Meine Tochter hat das Wort. ♥

Hallo liebe Wolke,
du kannst reden?
Das finde ich total cool. Cool sagt Mama immer, deswegen sage ich es auch und es heißt so etwas wie gut. Glaube ich.
Es gibt auch Worte, die ich nicht sagen darf. Scheiße, zum Beispiel. Das habe ich im Kindergarten von Tom gelernt und alle lachen dabei immer. Also habe ich es auch gesagt. Mama fand das aber nicht lustig. Erwachsene sind manchmal komisch.

Wölfe

Ich habe so gut geschlafen!
Mama musste ich sechs Mal aufwecken, um sie zu fragen, ob auch keine Wölfe in mein Zimmer kommen. Wölfe mag ich nicht. Die sind groß und fressen Rotkäppchen und Omas. Eigentlich weiß ich ja, dass Wölfe nicht in mein Zimmer kommen können. Denn sie leben ja im Wald. Oder in Kanada. Aber Mama nimmt mich dann immer fest in den Arm, wenn ich Angst habe. Oder holt das Anti-Wolf-Spray. Das haben wir auch schon gegen die Monster verwendet. Das riecht immer so gut. Und es wirkt. Hihi.

Gewitterhexe

Mama ist morgens immer so müde und sieht aus wie eine Gewitterhexe. Oder wie Struwwelpeter. Dann braucht sie einen Kaffee und ich würde auch gerne einen trinken, aber das darf ich nicht. Man darf ja sooo viel nicht, wenn man klein ist. Wobei ich ja schon groß bin. Ich bin schließlich schon fünf. Und deswegen muss ich Mama unbedingt immer sagen, wenn sie schrecklich aussieht, damit ihr das nicht noch mal passiert. Mama sagt mir ja auch, dass ich besser das Messer nicht noch mal ablecke, damit ich mir nicht wieder in die Zunge schneide. Aber der Honig ist einfach zu lecker.
Manchmal sieht Mama den ganzen Tag aus wie eine Gewitterhexe. Besonders, wenn sie nachts die Wölfe gejagt hat. Und dann sage ich ihr das immer wieder. Auch wenn wir gerade im Supermarkt stehen. Die Leute finden mich dann immer sehr witzig. Nur Mama nicht so.

Prinzessinnen und Meerjungfrauen und Erdbeerinchen Erdbeerfee

Ich werde nie wie eine Gewitterhexe aussehen, wenn ich groß bin. Dann werde ich jeden Tag das anziehen, was mir gefällt: Prinzessinnenkleider oder das Cinderella-Ballkleid oder natürlich das Elsa-Kleid und Schuhe mit Absatz. Mama trägt ja meistens ihre Turnschuhe. Und nie Ballkleider. Vielleicht werde ich aber auch eine Meerjungfrau, weil die immer so schön glitzern. Oder Erdbeerinchen Erdbeerfee, weil sie eine Erdbeerfee ist. Und Erdbeeren liebe ich. Was ich wirklich werden will, darüber muss ich aber erst noch nachdenken.
Und ich träume oft davon, eine Prinzessin oder eine Meerjungfrau oder eine Erdbeerfee zu sein und das muss ich Mama morgens immer erzählen. Ganz lang. Mindestens zwei Stunden. Auch, weil ich meine Stimme so gern mag. Und Mama auch. Singen kann ich sehr cool, besonders das Elsa-Lied und „Bunte Päckchen“. Wenn Mama morgens ihren Kaffee trinkt, dann lächelt sie aber immer nur und klatscht nicht, wenn ich fertig gesungen habe.
Dann sagt sie nur, wir müssen uns nun anziehen.
Wenn ich groß bin, werde ich es nie eilig haben. Prinzessinnen haben immer ganz viel Zeit. Und Meerjungfrauen und Erdbeerfeen sowieso.

Das neue Kleid

Heute muss ich nicht in den Kindergarten.
Vielleicht darf ich mir heute endlich mal aussuchen, was ich anziehe. Ich darf ja fast nie das anziehen, was ich möchte. Das ist total scheiße. Also blöd. Scheiße darf ich ja nicht mehr sagen.
Gestern (*bei mir ist alles „gestern“) hat Mama mir ein neues Kleid gekauft. Das habe ich im Laden gesehen und da hat es mir gut gefallen. Aber als ich es anziehen sollte, um damit in den Kindergarten zu gehen, da fand ich es nicht mehr schön. Da sah es ganz schrecklich aus und ich musste weinen und ein bisschen schreien, weil das Kleid gar nicht ganz pink war, sondern auch hellblau. Das hatte ich im Laden aber nicht gesehen. Und ich mag Hellblau nicht.
Da kann man nichts machen.

Ich bin ja auch schon fünf!

Aber ich hatte mir schon überlegt, was ich im Kindergarten anziehe: Die Schmetterlingsflügel und die Krone, das Karnevalskleid und die Armbänder und alle Haarklammern auf einmal (die mit den Marienkäfern drauf), dann noch Mamas Kette und meine Gummistiefel. Da würden meine Träume wahr werden. Alle Einhörner und Erdbeerfeen würden mich bestimmt sehr wunderschön finden.
Durfte ich aber wieder nicht. Das ist so ein großer Pups, wenn man alles nicht darf.
Pupsen finde ich soooo lustig und ich bin mir sicher, dass auch Prinzessinnen pupsen, auch wenn Mama sagt, dass sie es nicht tun. Aber jeder muss doch mal pupsen. Und ich kann das gerade so gut. Mit Ansagen. Hihi. Was ich alles kann! Tja. Ich bin ja auch schon fünf.

Karl, mein Freund.

Wenn Mama mich in den Kindergarten bringt, dann will ich manchmal bei ihr bleiben und muss so weinen, weil ich es schrecklich finde, dass Mama geht. Ich habe dann so Angst, dass sie nie mehr wiederkommt. Noch nicht mal vor den Wölfen habe ich so große Angst. Dann wird immer mein Bauch ganz kalt und ich vermisse Mama sehr.
Wenn sie weg ist, dann kommt meistens Karl und nimmt mich in den Arm. Manchmal will ich das nicht. Manchmal aber schon. Obwohl Karl ja erst drei ist. Und ein Baby. Aber es ist trotzdem nett von Karl.
Und dann spielen wir immer und dann kommt schon Mama wieder. Wie sie es gesagt hatte. Dann muss ich ihr immer zeigen, was ich gelernt habe. Gestern habe ich mich getraut, vom Klettergerüst zu springen. Mama hat gelacht, aber ihre Augen sahen dabei so ganz merkwürdig aus. Erwachsene sind manchmal komisch.

Lieb haben.

Mama hat großes Glück, dass sie mich hat. Sonst wäre ihr bestimmt den ganzen Tag und die ganze Nacht sehr langweilig. Manchmal finde ich Mama ziemlich blöd. Aber meistens nicht. Meistens finde ich sie sogar cool. Und ich habe sie ganz schrecklich cool lieb, auch wenn sie manchmal wie eine Gewitterhexe aussieht.
Vielleicht darf ich ja heute zum Einkaufen mein Prinzessinnenkleid und Mamas hohe Schuhe anziehen. Und wenn nicht, dann schreie ich einfach ein bisschen, vielleicht ändert Mama ihre Meinung ja dann doch endlich noch. Was meinst du? Hihi.

Ich muss jetzt malen. Oder vielleicht kneten. Oder ich schaue mal in meinen Kleiderschrank und ziehe heimlich das an, was mir gut gefällt.
Tschüss, liebe Wolke!


 

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Darum werden die Blätter im Herbst bunt, Malvorlage Laub, Blätter, Herbst, Ausmalbild, Kindergarten, Kita, Vorschule, Bunt, Herbst

Schneckelinchen erklärt: Darum werden die Blätter im Herbst bunt.

Das ist Schneckelinchen.
Schneckelinchen ist eine feine Weinbergschneckendame und sie weiß so ziemlich alles über die vier Jahreszeiten. Im Winter schläft sie tief und fest, so wie ihr Nachbar Isi Igel. Aber noch ist Schneckelinchen wach, denn jetzt ist es Herbst.
Im Herbst wird es langsam kälter, am Abend ist es früher dunkel, oft regnet es und der Wind saust manchmal ganz schnell um Schneckelinchens Fühler herum. Das findet Schneckelinchen lustig. Aber am allerlustigsten findet sie die bunten Blätter, die im Herbst von den Bäumen segeln und wunderschön aussehen.

Und weißt du, warum die Blätter im Herbst bunt werden? Nein?
Schneckelinchen kann es dir erklären!

„Oh, ich mag die grünen Blätter am großen Ahornbaum im Sommer so gern!
Fast so gern wie den grünen Salat, der bei Tante Linda im Garten wächst und den ich heimlich anknabbere.
Soll ich dir etwas verraten? Blätter sind gar nicht nur grün!
Sie haben auch noch alle möglichen anderen Farben. Aber die grüne Farbe ist die wichtigste. Weil sie nämlich aus dem Sonnenlicht Nahrung für den Baum zaubert und für uns alle Sauerstoff, die Luft, die wir atmen. Und deswegen gibt es so viel von dem Blattgrün, das im Sommer so richtig toll leuchtet, dass man die anderen Farben der Blätter nicht erkennen kann.

Das Blattgrün hat die Blätter wie Geschenkpapier eingewickelt. Wenn es im Herbst aber kälter und dunkler wird, dann scheint die Sonne auch nicht mehr so viel und lange.
Dann bereitet sich der Baum auf den Winterschlaf vor. Ungefähr so wie Igel Isi und ich. Wenn die Sonne weniger scheint, dann wird auch das Blattgrün in den Blättern immer weniger und der Baum bewahrt es in seinem Stamm gut auf, um daraus im Frühling neue Knospen und Blätter wachsen zu lassen. Das grüne Geschenkpapier auf den Blättern ist irgendwann ganz verschwunden und dann sieht man die anderen Farben, die ein Blatt sonst noch so hat. Die grünen Ahornblätter werden ganz toll rot und irgendwann fallen sie vom Baum, decken die Erde zu und man kann hindurch laufen – das raschelt immer schön. Igel Isi schläft am liebsten den ganzen Winter in einem riesig großen Blätterhaufen. Da ist es richtig warm.

Ich bleibe meistens noch ein bisschen länger wach und schaue den Kindern zu, die aus den roten Ahornblättern tolle Sachen basteln. Das musst du mal ausprobieren, denn jetzt weißt du ja, warum die Blätter im Herbst bunt werden!
Nun muss ich aber schnell weiter und mir ein hübsches Fleckchen für meinen Winterschlaf suchen. Und im Frühling, da sehen wir uns wieder. Versprochen!
Tschüß!“

Ist Schneckelinchen nicht eine schlaue Weinbergschneckendame?
Psssst! Jetzt ist sie auch schon eingeschlafen.
Bestimmt träumt sie von vielen, wunderschönen Blättern, die im Herbst die Welt bunt machen!


Download Ausmalbild Blätter

(Downloads erfolgen auf eigene Gefahr und berechtigen nur zum ausschließlichen privaten Gebrauch. Es ist zudem nur gestattet, Kopien und Ausdrucke zum ausschließlich privaten Gebrauch herzustellen. Eine darüber hinausgehende Nutzung und Herstellung ist nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung möglich.)
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Opa wohnt jetzt woanders_Hörbuch_Kinderbuch_über den Tod und die Trauer_Hallo liebe Wolke_Susanne Bohne

Opa wohnt jetzt woanders. Eine Geschichte für Kinder über den Tod und die Trauer. (Freebie)

Opa wohnt jetzt woanders: Eine Geschichte über den Tod und die Trauer.

Hörbuch

(Intro/Outro: GEMAfreie Musik von audeeyah.de)


Opa wohnt jetzt woanders_eine Geschichte für Kinder über den Tod und die Trauer von Hallo liebe Wolke_Susanne Bohne

 

Emil ist gestern ganz früh aufgewacht.

Da war es draußen noch dunkel und obwohl Emil schon fast sechs Jahre alt ist, fürchtet er sich ein bisschen, nachts ganz alleine aufzustehen. Aber Emil musste dringend Pipi machen, da half es nichts, so sehr er sich auch anstrengte – Emil musste all seinen Mut zusammennehmen und stieg aus dem Bett.

Mäuse, das weißt du ja vielleicht, erschrecken sich nämlich sehr schnell. Besonders dann, wenn sie noch ziemlich kleine Mäuse sind. Seine Mama lässt deswegen im Flur immer eine kleine Lampe für Emil brennen, damit er den Weg ins Badezimmer finden kann und sich ein bisschen weniger fürchtet. Emil findet das gut. Aber so richtig weg ist die Angst trotz der Lampe nicht.

Als sich Emil wieder mit klopfendem Herz in sein Bett kuschelte, hörte er, dass seine Eltern sich leise in ihrem Schlafzimmer unterhielten. Ob sie am Abend wohl auch zu viel getrunken hatten und aufstehen mussten? Aber bevor Emil weiter darüber nachdenken konnte, war er auch schon wieder eingeschlafen und träumte einen schönen Mäusetraum.

Morgens kitzelten ein paar warme Sonnenstrahlen Emils Schnurrhaare und ihn aus dem Schlaf. Er reckte seine Mäuseärmchen und blinzelte aus verschlafenen Knopfaugen in den Morgen. Mama Maus saß auf seinem Bett und streichelte seine kleine Pfote.

„Guten Morgen, Mama!“, sagte Emil ein bisschen verwundert.
Mama sagte nichts. Sie streichelte nur weiter Emils Pfötchen und sah sehr müde aus.

Emil verstand das nicht, denn eigentlich war seine Mama immer gut gelaunt und begrüßte ihn jeden Morgen mit einem fröhlichen Lächeln, hatte schon sein Lieblingsfrühstück auf den Tisch gestellt und sang meist ein nettes Liedchen.
Nachdem sich Emil aufgesetzt hatte und er seine Mama Maus fragend ansah, sagte sie: „Guten Morgen, mein kleiner Emil. Ich muss dir etwas erzählen.“

„Hm…“, dachte Emil. Und mehr konnte er gar nicht denken, denn seine Mama hatte er noch nie so seltsam erlebt.

„Opa Maus ist heute Nacht für immer eingeschlafen.“, sagte Mama Maus und ihr kullerte dabei eine dicke Mäuseträne über die Wange.

Das verstand Emil schon wieder nicht.
Spätestens wenn Opa Maus Pipi machen müsste oder Hunger bekäme, würde er von ganz allein aufwachen! Das klappte bei Emil doch auch immer. „Niemand kann für immer einschlafen, selbst Opa nicht“, dachte Emil „und Opa kann wirklich eine Menge Dinge!“

„Wie geht das denn, dass man für immer einschläft?“, fragte Emil und seine Öhrchen zuckten dabei. Das taten sie immer, wenn Emil ein bisschen aufgeregt war.

„Emil“, antwortete seine Mama „dein Opa schläft für immer, weil er heute Nacht gestorben ist.“

Was „gestorben“ bedeutete, wusste Emil. Aber Opa konnte nicht einfach gestorben sein. Das konnte nicht stimmen, dachte Emil, denn er war ja am Tag zuvor noch mit seinem Opa spazieren gegangen und sie hatten sich darüber unterhalten, wie man Eichenbäume erkennen kann und wo man die größten Haselnüsse findet.

„Heißt das, er ist tot?“, fragte Emil und nun zuckten nicht nur seine Öhrchen, er merkte, dass es ihm ganz komisch im Bauch und in seinem Mäuseherz wurde.

„Ja, mein Schatz, das heißt es. Weißt du, Opa Maus war schon sehr alt und er hatte ein sehr glückliches Mäuseleben. Irgendwann endet das Leben, das ist bei jedem so. Bei jeder Pflanze und bei jedem Tier und bei allen Lebewesen auf dieser Erde. Alles hat einen Anfang und auch ein Ende. Ich bin sicher, dass Opa in den Mäusehimmel geflogen ist und dich nun von dort oben aus sehen kann.“, erklärte Mama Maus.

Emils Kopf fühlte sich auf einmal ganz leer an und deswegen sagte er eine Weile nichts mehr. Mama hielt ihn im Arm und beide schauten schweigend der Sonne vor Emils Kinderzimmerfenster zu, die strahlend aufging.

„Mama? Aber Opa ist doch jetzt keine Fledermaus geworden, oder? Wie kann er denn in den Himmel fliegen? So ohne Flügel?“, fragte Emil, nachdem er ein bisschen nachgedacht hatte und seine Mama musste ein bisschen schmunzeln.

„Nein, Emil. Opa ist keine Fledermaus geworden. Er wohnt jetzt einfach woanders. Um dort hinzukommen, braucht man ganz spezielle Flügel, die nur Engel haben.“

Für Emil war das alles sehr schwer zu verstehen. Und er spürte mindestens zweitausend Fragen, die in seinem Kopf herumflitzten – und einen großen, schweren Kloß in seinem Hals fühlte er ebenfalls.

„Wenn Opa jetzt woanders wohnt, kann ich ihn ja trotzdem besuchen!“, sagte Emil plötzlich sehr entschlossen. Er würde gleich seine kleine Tasche packen und er, Mama und Papa würden Opa ganz einfach besuchen gehen. Das konnte doch nicht so schwierig sein! 

Emil schlüpfte aus Mamas Umarmung, hopste aus dem Bett und suchte seine Tasche. Sie lag ganz unten in seiner Verkleidungskiste; direkt neben dem Piratenkostüm und dem Holzschwert, das Opa ihm aus einem Stückchen Baumrinde gebastelt hatte. Er zog seinen gestreiften Pullover und die rote Hose an, setzte sich die Piraten-Augenklappe auf, schnappte sich sein Schwert und dann rief Emil: „Los geht‘s! Auf zu Opa! Ahoi!“

Mama Maus aber machte ein bedrücktes Gesicht.
„Komm mal mit ans Fenster.“, bat sie Emil.

Und dann schauten beide aus dem Fenster und Mama zeigte  auf den Himmel. Wenn man genau hinsah, konnte man noch einen kleinen Stern sehen.

„Schau, Emil“, sagte Mama „wir können Opa leider nicht mehr besuchen. Jedenfalls nicht so richtig.“

„Was soll das heißen, Mama?“, fragte Emil und wurde wütend. Und sehr traurig. Beides gleichzeitig. 

„Wenn man gestorben ist, ist man an einem anderen Ort. Ganz bestimmt ist man dann im Mäusehimmel, wo es sehr, sehr schön ist. Aber sich sehen, miteinander spazieren gehen, gemeinsam Erdbeeren pflücken und Käsekuchen essen – das geht nicht mehr so, als wenn Opa noch leben würde.“, sagte Mama Maus.

Emil fing an, zu weinen. Er musste so sehr weinen wie er noch nie in seinem Leben geweint hatte. Selbst als er sich beim Fahrradfahren das Knie aufgeschürft hatte, hatte er nicht so sehr weinen müssen.
Mama Maus hielt Emil fest im Arm. Und dann zeigte sie ihm den Stern am Himmel, der am frühen Morgen immer noch zu sehen war.

„Da oben, irgendwo bei diesem Stern, da ist Opa jetzt ganz bestimmt und wird dir bei allem zuschauen, was du machst. Er wird sehr stolz sein, was du alles von ihm gelernt hast. Und  sicher wird er mit dir gemeinsam lachen, wenn du Pirat spielst und mit eurem Holzschwert durch den Garten flitzt.“

Emil wollte aber nicht, dass Opa da oben bei dem Stern ist. Emil wollte, dass Opa bei ihm ist und ihm die Öhrchen kraulte. So wie sonst auch immer. Und außerdem wollte Emil jetzt allein sein. Er rannte nach draußen, auf die große Wiese vor ihrem Mäusehaus, und schrie ganz laut „Oooopaaaa!“.

Opa würde ihn hören und kommen und sie würden sich in den Arm nehmen und alles wäre gut. So wie gestern, als Opa noch da war, dachte Emil. Er schrie so laut und so lange nach Opa Maus bis er ganz heiser wurde und sich erschöpft auf die Wiese setzte. Dann schaute Emil in den Himmel und dachte nach.
Nach einer Weile meinte Emil, dass Mama Maus vielleicht recht hatte und Opa zwar nicht mehr bei Emil und seiner Familie wohnte, aber woanders. Und nur, weil jemand woanders wohnt, heißt das ja nicht, dass man nicht trotzdem an jemanden denken kann.

Und wenn man ganz fest an jemanden denkt, ist es fast so, als wäre er da.
Das wusste Emil, denn das hatte er schon mal ausprobiert, als sein Papa auf großer Mäusegeschäftsreise war. Da hatte er jeden Abend so fest an Papa Maus gedacht, dass es sich beinahe so anfühlte, als säße Papa an seinem Bett.

Das wollte Emil mit Opa auch probieren, wenn er ihn schon nicht besuchen könnte.

Also dachte Emil ganz fest an Opa. 

Und tatsächlich! Wenn Emil die Augen schloss und seine Nase in den Wind hielt, dann fühlte er Opas dicken Mäusebauch und wie toll es war, sich an ihn zu kuscheln. Das machte Emil ein warmes Gefühl im Bauch und er musste nicht mehr weinen. Naja, jedenfalls nur noch ein kleines Bisschen, weil er Opa ja so sehr vermisste und auch, weil er noch ein kleines Bisschen sauer auf Opa war, der nun tot war und nicht mehr bei ihm wohnte.

Dann kam Emils Mama auf die Wiese und hielt einen roten Luftballon in der Pfote.
„Wollen wir einen Ballon zu Opa in den Himmel schicken?“, fragte sie.
Und Emil wollte. Sie sahen dem Luftballon lange nach, bis er nur noch ein ganz kleiner Punkt war. Sicher würde sich Opa darüber freuen.

„Mama?“, fragte Emil. „Ich weiß jetzt, wo Opa wohnt.“
Emil legte eine Pfote auf die Brust und sagte:
„Opa wohnt nicht woanders. Er wohnt in meinem Herz. 
So wie immer.“

Emil gab Mama einen Kuss. Dann nahm er sein Holzschwert, flitzte durch den Garten, spielte Pirat und wusste genau, dass Opa genau in diesem Moment mit ihm lachte. Und seitdem hatte Emil keine Angst mehr in der Nacht, denn Opa war immer bei ihm, wenn er nur ganz fest an ihn dachte. 

Printausgabe & eBook

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Opa wohnt jetzt woanders_Eine Geschichte für Kinder über den Tod_Susanne Bohne_Hallo liebe Wolke

(c) Susanne Bohne

„Opa wohnt jetzt woanders“ ist als Buch und eBook (Kindle) mit farbigen Illustrationen im (Online-)Buchhandel erhältlich.

„Opa wohnt jetzt woanders: Eine Geschichte für Kinder über den Tod und die Trauer.“ Für Kinder ab 4 Jahren.

6,99 Euro (Print)/ eBook 2,99 Euro
24 Seiten, ISBN-13: 9783752886887
Verlag: Books on Demand

Leseprobe

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(Downloads erfolgen auf eigene Gefahr und berechtigen nur zum ausschließlichen privaten Gebrauch.)

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Als Mama ein Date hatte

Als Mama ein Date hatte.

Hallo liebe Wolke,
weißt du, was ein Wiederholungstäter ist?
Ich bin ja unverbesserlich. In vielen Dingen. An meine Neujahrsvorsätze halte ich mich grundsätzlich nicht (zumindest nicht, dass ich mich dran erinnern könnte). Ich nehme mir immer mal wieder vor, mich bei unserem Nachbarn zu beschweren, der, wenn er gerade mal keinen lustigen Tag hat, gerne um 6 Uhr morgens AC/DC auflegt und mich mit „Highway to Hell“ sanft aus meinen Träumen weckt. Und dann ziehe ich mir doch lieber wieder die Decke über den Kopf. Das kann ich übrigens sehr gut: Decke über den Kopf ziehen und abwarten.
Das geht auch bei Liebesdingen richtig gut. Nicht. Habe ich festgestellt.
Und deswegen hatte Mama neulich ein Date, weil das mit der Decke auf dem Kopf auf Dauer ziemlich bescheuert aussieht.
Ich bin unverbesserlich.

Eishörnchen.

Und dann stöpseln sie da alle an einem vorbei, die sich liebenden Paare, lassen sich gegenseitig an ihren Eishörnchen lecken und küssen sich anschließend die Schokostreusel aus den Mundwinkeln. Oder sie streiten sich im Supermarkt oder auf dem Spielplatz über die Kindererziehung. Oder diskutieren, wer mal wieder mit dem Flurputz dran ist. Oder ob ein zweites Kind nicht doch schön wäre. Oder zumindest ein Hund. Oder, oder.

Ich vermisse das. Sowohl das Eishörnchenspiel als auch das Ding mit dem Streiten und sich darüber aufregen, dass der andere vergessen hat, die Klorolle zu wechseln.

Wecker.

Manchmal denke ich mir aber auch: Ach, ist schon schön, wenn dir keiner auf den Wecker geht, wenn du nur auf dein kleines Leben Rücksicht nehmen musst und nicht auch noch auf jemand anderes!
Aber dann meldet sich der andere Wecker in mir, der läutet und mir sagt: „Also wenn du jetzt keinen mehr abbekommst, dann kannst du dich demnächst mit jemandem begnügen, der doppelt so alt ist wie du, und der dir mit dem Rollator auf den Spielplatz folgt.
Ich will ja nicht sagen, dass da so etwas wie Torschlusspanik in mir aufkeimt, aber es ist eine Gemengelage aus Vermissen und Jetzt aber! und einem leisen Sehnsuchtsseufzer, die da ab und an durch meinen Kopf weht.

Dingdong

Die Partnerbörse meines Vertrauens suggerierte mir: Hey! Du bist nicht allein! Es gibt ungefähr eine Milliarde Singles in Deutschland! Da wirst auch du bald fündig! High Five!

Und dann dingdongte es in meinem dortigen Herzchenpostfach und ich erhielt eine nette Nachricht. Ja, wirklich, sie war sehr nett. Und weil ich ja sonst nichts zu tun habe, außer zu beten, dass mein Nachbar mich am nächsten Morgen mit „Highway to Hell“ in Ruhe lässt, dingdongte ich zurück. Täglich. Zwei Monate lang. Jeden Tag mehrfaches Dingdong.

Pingpong

Das Dingdong zeichnete mir das Bild eines Mannes, den ich attraktiv und interessant fand – nach meinen Erlebnissen aus 2016/2017 (du erinnerst dich, liebe Wolke?), hob sich in mir aber gleichzeitig drohend der große Zeigefinger, mich da ja nicht zu sehr reinzusteigern. Weil: Nicht gut. Also freute ich mich nur so ein kleines Bisschen über diesen Dingdong-Pingpong. Bisschen. Ich bin ja, wie gesagt, unverbesserlich.

Und weil weder Dingdong noch Pingpong auf Dauer befriedigend sind, stand plötzlich ein Date in meinem Kalender. Ich und ein Date!
Ich musste mir unbedingt eine gute Nachtcreme (Anti-aging) kaufen und zum Frisör und überhaupt mindestens 12 Stunden am Tag schlafen (hahaha) und schaute mir Videos mit Make-up Tipps an. Ey, immer dasselbe. Da kann man alt werden, wie man will. Von meinen Vorsätzen will ich gar nicht erst anfangen.

98° Grad

Der heißeste Tag des Jahres ist nicht unbedingt der beste Tag für ein Date. Übrigens. Vielleicht lag es an der flirrenden Hitze und ich stand einer Fata Morgana gegenüber – ich ahnte nach ca. 15 Sekunden: Das wird nichts.
Der Mann, der da extra wegen mir (wegen mir!) ein paar hundert Kilometer durch die sengende Sommerglut gefahren war, schien einen Abgesandten seines kleinen Königreichs geschickt zu haben. Er war es jedenfalls nicht. Kam mir so vor.

Und als er dann auch noch ein kuscheliges Plätzchen auf einer Terrasse für uns wählte, auf der kein Lüftchen ging und mir bei 98° Celsius das neue Make-up vom Gesicht in den Ausschnitt rutschte, ich mich nur noch über die Hitze beklagen konnte, ich das Mittagessen bezahlte (weil: er war ja EXTRA wegen mir angereist!) und ich kein kleines Danke hörte, war für mich die Sache klar: Tja. Da werde ich wohl demnächst mit dem schnittigen Rollator auf den Spielplatz begleitet.

Date der anderen Art

Ich weiß gar nicht, liebe Wolke, ob ich enttäuscht war (bin) oder nicht. Vielleicht ist das mit dem Daten einfach nicht mein Ding. Vielleicht sollte ich dabei bleiben, dass ich mich um 22 Uhr auf meinen Balkon setze und die Fledermaus grüße, die im Sommer an mir vorbeiflattert. Eigentlich ist mein Leben nämlich ganz ok so. Bis auf AC/DC und meine kleinen Vermissungsanfälle.

Ich date mich selbst meistens ganz gern, ist mir so aufgefallen. Da weiß ich nämlich mittlerweile, mit wem ich es zu tun habe. Und wenn mir ab und zu alles zu viel wird, habe ich ja immer noch meine Decke, die ich mir über den Kopf ziehen kann. So bescheuert wird’s schon nicht aussehen. Und dass ich unverbesserlich bin, das ist nicht schlimm. Irgendein Laster muss man ja haben.

Alles Liebe, meine Wolke!


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Wilma Wochenwurm zu gewinnen Verlosung

„Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm“ zu gewinnen! (Gewinnspiel, Werbung)

Ihr Lieben,
ich kann es wirklich nicht glauben, wie toll mein Buch „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm“ bei euch ankommt. Damit hätte ich niemals gerechnet und deswegen – nicht nur weil viele von euch der Wolke schon so lange treu geblieben sind – möchte ich euch heute ein Exemplar des Buchs schenken. Natürlich mit persönlicher Widmung. (Oh Mann, hört sich das wichtig an…hihihi!)

Also: Hüpft in den Lostopf und gewinnt Wilma Wochenwurm!

Ich verlose an euch einmal hier auf dem Wolke-Blog und einmal auf Facebook je eine Wilma.

Wenn ihr mir unter dem entsprechenden Facebookpost einen Kommentar hinterlasst bzw. mir eine E-Mail schickt, dass ihr teilnehmen möchtet, hüpft ihr automatisch in den Lostopf.
Und es wäre ganz, ganz toll, wenn ihr das Gewinnspiel auf Facebook teilen würdet, damit Wilma noch ein bisschen bekannter wird. Aber das ist selbstverständlich kein Muss. Freuen würde ich mich allerdings schon. 

Das Gewinnspiel beginnt heute am 10. August 2018 und endet am 16. August 18 um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden danach per Los ermittelt und von mir per E-Mail bzw. auf Facebook benachrichtigt.

Ich wünsche euch ganz viel Glück!

(Am Gewinnspiel teilnehmen darf, wer über 18 Jahre alt ist und in Deutschland wohnt. Mit der Abgabe eines Kommentars bzw. mit der Versendung einer E-Mail erklärt ihr euch damit einverstanden, dass ihr mir im Fall eines Gewinns eure Adresse mitteilt. Eure Adresse wird nur zum Versand des Buchs „Lerngeschichten mit Wilma Wochenwurm“ genutzt und anschließend gelöscht. Eine Auszahlung sowie der Tausch des Gewinns ist nicht möglich. Der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen den Ausgang des Gewinnspiels nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehr (rechtliche) Infos zum Gewinnspiel.)